Wandeljahre – die Interviews: Carola Gschöderer

Lesedauer 16 Minuten

Mit Carola Gschöderer spreche ich über ihre Erfahrungen von Veränderung und warum das total lustvoll sein kann – und darf!

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II Frauen in ihre Kraft bringen – gemeinsam sind wir stark!
II.III Transkription

Frauen in ihre Kraft bringen – gemeinsam sind wir stark!

Meine Vision ist es Yoga von der Matte in den Alltag zu holen: Auf meinem Blog und im Podcast widme ich mich zur Zeit den Thema Neuorientierung, Umbrüche und Wandeljahre einer Frau.

Da sich der Wandel durchaus über 15 Jahre hinzieht, ist es den meisten Frauen gar nicht so bewusst, was neben der körperlichen Veränderung noch alles dazugehören kann.

Nur 15 bis zwanzig Prozent der Frauen haben keine Probleme damit, also Grund genug, das Thema Wechsel und Wandel aus der Tabuzone herauszuholen.

Warum?

Um darin deine Superpower als Frau zu erkennen und das Ganze nicht als Defizit oder Krankheit zu sehen!

Das Thema lautet in etwa so: Wandeljahre – entdecke deine Superpower und steuere mit heiterer Gelassenheit durch deinen Alltag!

Ich meine, wer wünscht sich das nicht?

Genau deshalb lade ich mir ab sofort tolle Frauen als Gesprächspartnerinnen ein. Denn jede von uns hat schon Umbrüche erlebt…

Wandeljahre – die Interviews: Carola Gschöderer

Durch körperliche Herausforderungen musste sich Carola Gschöderer immer wieder neu erfinden. Das macht sie zu einer Expertin für Neuanfänge und ihr Blickwinkel kann andere dabei gut unterstützen. Sie sieht sich als Unterstützerin, Frauen in ihre Kraft zu bringen.

Sie ist 52, kommt eigentlich aus dem Marketing und Physiotherapie – welch Mischung. Und hat sich durch eine weitere körperliche Erkrankung als Yogalehrerin und zur Coachin ausbilden lassen.

Zur Zeit sortiert sie sich in Richtung Coaching nochmal neu: Und genau dabei kann und möchte sie auch anderen Frauen zur Seite stehen.

Carola ist über Instagram & Facebook zu finden:
https://www.instagram.com/carolagschoederer/
https://www.facebook.com/profile.php?id=100012240133797

Transkription

Da diese Transkription maschinell erstellt wurde, ist nicht alles akkurat. Aber für alle, die lieber lesen möchten, ist es eine weitere Möglichkeit. Ich bitte Fehler zu entschuldigen:

[00:00:03.220] – Annette

Hallöchen, schön, dass du da bist. Im Interview habe ich heute Carola Gschöderer schildere. Ich habe es richtig gesagt. Mein Name ist Anette Bauer. Ich bin Yogalehrerin, Yoga Therapeutin, Integrale Coaching. Meine Vision ist es, Yoga von der Matte in den Alltag zu holen. Auf meinem Blog und in meinem Podcast widme ich mich zurzeit dem Thema Neuorientierung, Umbrüche und Wandel Jahre einer Frau. Da sich der Wandel durchaus über 15 Jahre hinzieht oder doch hinzieht, ist es den meisten Frauen gar nicht so bewusst, was neben den körperlichen Veränderungen noch alles dazu gehören kann. Nur 15 bis 20 % der Frauen haben gar keine Probleme damit. Also Grund genug, das Thema Wechsel und Wandel aus dieser Tabuzone rauszuholen und da auch mal genauer hinzuschauen. Warum? Um deine Superpower als Frau zu erkennen und das Ganze nicht als Defizit oder Krankheit zu sehen. Das Thema lautet also in etwa so manche Jahre Entdecke deine Superpower und steuere mit heiterer Gelassenheit durch den Alltag. So grob. Arbeitstitel? Na klar. Aber ich meine, wer wünscht sich das nicht, alles ein bisschen gelassener anzunehmen und ein bisschen entspannter?

[00:01:15.700] – Annette

Genau. Und genau deshalb sage ich mir ab sofort auch tolle Frauen zu Gesprächen ein. Denn jeder von uns hat ja schon Umbrüche erlebt. Heute habe ich, wie gesagt, Carola Gschöderer da. Hallo, Carola Gschöderer. Ja, du musst es durch körperliche Herausforderungen immer wieder selbst und neu erfinden. Das macht dich zu einer Expertin für Neuanfänge. Und dein Blickwinkel kann auch anderen dabei gut helfen. Du bist 52, Physiotherapeutin, eigentlich mal oder immer noch und Yogalehrerin und jetzt aber auch Coaching. Zurzeit sortiert du dich da gerade neu in Richtung dieses Coaching Sachen eben und sortiert sich, orientierst dich ja da offensichtlich auch gerade wieder neu. Dabei kannst du eben auch anderen Frauen zur Seite stehen. Also verrate mir doch mal den Anlass für deine vielen Neuorientierungen oder Umbrüche in deinem Leben und deine Berufung jetzt genau.

[00:02:12.830] – Carola Gschöderer

Also mein, mein Leben hat immer mich wieder an neue Punkte gebracht. Ich habe beruflich erst mal Werbe Kauffrau gelernt, was ja ganz was anderes ist. Und dann Physiotherapeutin. Und für mich war das aber immer zusammen, weil Körper und Geist gehören zusammen und dadurch war das für mich gar nix komisches. Andere fanden komischer. Und dann ging das eben auch los. Dass ich mit meinen ersten Knieoperation habe ich dann gecheckt okay, ich muss was ändern in meinem Leben. Und so bin ich aus der Werbung in die Physiotherapie gegangen und bin dann einfach immer wieder weitergegangen. Oft haben es tatsächlich irgendwelche Rückenprobleme, hin und her wieder zu Neuanfängen geführt oder dazu, dass ich einfach was Neues lernen wollte. Bin dann relativ früh, schon Ende der 90er Jahre in Mentaltraining eingestiegen, das mich über zehn Jahre begleitet hat. Kreativ Power, wo man in Gruppen, Traum, Bewusstsein, luziden Träumen hin und her, also sich einen sehr spirituellen Bereich, sag ich jetzt mal, aufgemacht hat. Genau. Und da war ich auch Assistentin und habe da also schon viel auch in Richtung Coaching gearbeitet.

[00:03:21.760] – Carola Gschöderer

Und jetzt meine letzte Umbruchphase begann praktisch mit meiner Brustkrebs Erkrankung vor vier Jahren und da habe ich jetzt wirklich entschieden. Okay, die Physio auch in der Leitungsposition in der Klinik hat mir einfach viel Erfahrung gegeben und jetzt will ich die andere Seite noch mal bedienen, nicht nur die körperliche Seite unterstützen und weitergeben, sondern mein Motto Du bist die Kraft deines Lebens jetzt auch wirklich auf den ganzen Lebensplanung, Ziele, Visionen, was ich ja vorher auch schon viel gemacht habe, jetzt echt noch mal zu professionalisieren und habe eine Coaching Ausbildung gemacht und damit will ich jetzt gern starten. Und das ist auch wirklich meine tiefe Berufung, einfach Frauen noch mehr auf diesem Weg mitzubekommen, um die weibliche Kraft auch auf der Welt einfach nach vorne zu bringen, finde ich wichtig.

[00:04:08.170] – Annette

Ja, cool, das finde ich auch wichtig. Also wenn. Wenn wir Frauen einfach alle streiken würden, dann würde einfach nicht viel passieren. Also wenn 50 % der Menschheit sagen nee, mit uns nicht das was wäre wenn ja, dann würde es nicht so was geben und streiken glaube ich die Frauen jetzt schon eine Weile oder machen das immer wieder jetzt. Und die Abtreibungsgesetze sind da auch ganz schlimm und die überlegen jetzt wohl tatsächlich, diese Abtreibungsgesetze dann wieder doch zu ändern. Also es macht einen Unterschied, ob wir Frauen die Kraft in die Hand nehmen oder ob wir weiter so vereinzelt denken Ach, das bewirkt ja nichts, oder ich trau mich nicht oder so, sondern gemeinsam sind wir stark. Es ein blöder Satz, aber du verstehst sicherlich ganz genau.

[00:04:49.660] – Carola Gschöderer

Von Herzen.

[00:04:50.560] – Annette

Ja auch. Also ja. Ähm, ja. Veränderungen begleiten uns ja unser ganzes Leben immer wieder. Und zu Anfang sind es so Änderungen, die alle gleichermaßen mitmachen. So. Was weiß ich. Ausbildung? Weiß ich nicht, ob mein Studium macht oder im Berufsleben sich noch mal verändert. Dann Partnerschaft, vielleicht Kinderkriegen oder auch nicht und so, aber alle machen eher so was ähnliches. Tue ich aber einen gewissen Alter für nicht, wird es doch sehr individuell, wie’s weitergeht, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Das passt natürlich immer auch in die Zeit der Wechseljahre. Vielleicht werden dann die Eltern auch klapprig oder so, man muss da vielleicht auch noch mal hingucken und denken. Und in dieser Phase fragen sich doch mehr Frauen Habe ich das Gefühl, wie wartet jetzt alles oder Was mache ich jetzt so? Also da noch mal hinzugucken und sagen Was sind denn eigentlich deine Bedürfnisse jetzt im Moment und was waren deine Wünsche eigentlich früher mal? Warum wolltest du denn eigentlich mal am Ende rauskommen und du hast jetzt noch ein halbes Leben vor dir, sollte es so weitergehen.

[00:05:48.330] – Annette

Und da die Frage dann an dich Wie gelassen gehst du mit Veränderung um? Früher, jetzt? Oder was hat dir jetzt so gerade in neuerer Zeit auch vielleicht dabei gut geholfen? Was ist, was hilft dir da?

[00:06:01.620] – Carola Gschöderer

Also ich war ein Mensch, der immer viel verändert hat. Ich glaube, das lag auch daran, weil ich einfach eine Suchende war, mit dieser Skoliose auf die Welt gekommen und einfach immer irgendwie auch Schwierigkeiten. Es hat mich auch ein bisschen rastlos wirken lassen. Manchmal vielleicht, aber es hat mich auch immer dazu gebracht, weiterzugehen und neue Wege zu gehen. Und deshalb ist es etwas, was mich immer begleitet hatte und hat. Und ich hatte auch immer Lust dazu, Veränderung zu machen. Deshalb habe ich auch einfach immer wieder was Neues gelernt. Und ich sehe, dass im Leben der Frauen tatsächlich auch als ganz, ganz spannend, dass viele sich eigentlich nach den Kindern oder wenn die Kinder aus dem Haus gehen. Oder aber wenn klar war, der Kinderwunsch blieb unerfüllt und der große Frust darüber oder der gesellschaftlich die gesellschaftliche Bewertung dieses ganzen Themas ist jetzt langsam durch. Dann bekommen einfach viele auch noch mal Lust, sich neu zu erfinden und ihre Kraft noch mal zu nutzen. Und ich finde das eine total wertvolle Zeit, weil gerade diese dieses nicht mehr damit beschäftigt sein, was diese diese Gemeinschaft der Kleinfamilie, ich sage jetzt mal so wie wir das ja Leben betrifft gibt einen unwahrscheinlichen Freiraum, einfach echt noch mal zu gucken Was wollt ich denn eigentlich immer?

[00:07:21.840] – Carola Gschöderer

Bei mir war zum Beispiel dieser letzte Schritt in die neue Ausbildung. Ich habe dann auch diese Erkrankung oder während der Erkrankung mir überlegt Was wollte ich denn immer? Und dann kam diese Ich wollte immer eine Ausbildung im Ausland machen und dann habe ich mir damals diese Yogalehrer Ausbildung gegönnt in Bali, Yoga, Ayurveda und das war eine richtige Wunscherfüllung und eben auch schon in dieser Wechsel Phase. Und das war wirklich Bucket List. Abgehakt, neu rauf geschaut auf die Dinge und wirklich einfach eine total neue Welt, aufgemacht in einer unwahrscheinlichen Intensität. Und es ist so wertvoll und ich erlebe viele Frauen, die das einfach schätzen können. Und wir waren so viele Frauen, auch in dem Alter, in der Ausbildung. Es war wunderbar.

[00:08:06.590] – Annette

Ja, ich höre jetzt so raus, dass du mehrfach das Wort Lust benutzt. Das finde ich auch. Und ich denke auch ein Freude. So ist es, wenn wenn wir einfach genauer in so einem Moment dann auch hinschauen wo ist denn da der Spaß, wo ist die Freude, wo, wo? Worauf ich? Lust drauf und wirklich das Einbeziehen als wertvollen Gradmesser für eine Entscheidung, statt zu sagen Ja, was muss jetzt als nächstes passieren? Oder wie? Wie kann ich mich selbst noch mehr optimieren? Das ist es ja nicht, sondern ich. Wow, darauf habe ich richtig Lust. Und manche Leute haben gar keine Lust, eine neue Fortbildung zu machen. Und Lernen finden sie ganz furchtbar oder so, aber eine neue Erfahrung, das möchten wahrscheinlich viele Menschen machen. Und da zu sagen Gut, ich möchte reisen oder so oder ich möchte noch mal woanders hinfahren oder ich möchte, weiß ich nicht. Ich wollte mich unbedingt mal selbstständig machen. Und als das dann endlich passiert ist, als ich das gemacht habe, sind echt Steine von mir abgefallen.

[00:08:59.480] – Annette

Und da zu sagen Wow, da saß immer schon meine Lust und meine Freude, das war mir gar nicht so bewusst. Aber sich das bewusst zu machen, das finde ich halt wichtig. Wo ist deine Freude? Was wolltest du früher immer machen und wo kannst du dich frei fühlen? Wo geht ihr das Herz auf? Wo beginnt meine Augen zu leuchten? Also. Und dann ist es eigentlich nicht so schwer, oder? Dann kann man auch Veränderungen richtig lustvoll genießen.

[00:09:23.520] – Carola Gschöderer

Ich denke, insgesamt ist die Lust einfach auch ein Thema für diese Wanderjahre, weil ich meine, im Leben einer Frau gibt es so viele Pflichten und ich habe das auch gerade in dieser letzten Erkrankung. Wenn man dann auf Reha ist, wie viele Frauen einfach mit einer Erkrankung, dann auch aus einer Phase der Pflege der Eltern rausgehen. Und da geht es genau darum, sich noch mal neu zu erfinden und sich zu trauen, die Lust, noch mal zu leben in der vollen Bandbreite, sich neu zu erfinden, zu spüren, Freude zu empfinden. Vielleicht auch, wie man es noch nie getan hat. Viele denken ja immer, dieser lust aspekt lässt dann irgendwann nach, aber ich finde es genaue gegenteil. Es macht einfach viel mehr Spaß und man ist nicht mehr das Küken, das irgendwie gefallen will und keine Ahnung hat. Frau macht gerade.

[00:10:11.690] – Annette

Pause. Ich glaube es geht ja um Zulassen, dass wir einfach uns trauen, das zuzulassen, was wir eigentlich sind und nicht immer nur irgendwie denken Oh, das kann ich jetzt nicht oder hier muss ich das erfüllen oder vielleicht oder wie sieht man mich oder so? Wenn das alles wegfällt und deshalb ist das Positive am Alter ist ja, dass es uns scheißegal wird oder scheißegal werden darf. Ja, und das finde ich einfach so großartig. Das ist das Pfund im Alter, mit dem wir wuchern kann, dass wir sagen Na und, das habe ich mir eben die Haare wieder orange. Und das sieht viel zu orange heute aus. Na und? Und früher hätte ich darüber geweint, weil. Weil ich gedacht hätte Wie sieht das aus, wie finden das andere und so? Und das ist blöde. Und da eben das zuzulassen, das sich hinzugeben, zu sagen, all das bin ich. Und dann, dann wird es einfacher. Und nicht zu sagen Ich muss aber meine alten Eltern pflegen. Und vielleicht möchtest du das.

[00:11:03.350] – Annette

Aber wenn du es nicht möchtest, verdammt, wir leben in so einem Luxus, dass es dafür Formen gibt und Alternativen oder zumindest Phasen, in denen du das überbrücken kannst in indem du auch dein Leben und deine Lust leben kannst. Du musst die niemandem unterordnen.

[00:11:18.010] – Carola Gschöderer

Genau. Und auch beruflich. Ich habe zum Beispiel dann auch mal eine Stellvertretung zurück gegeben und habe gemerkt, weil ich gemerkt habe, es belastet mich einfach. Und dann ist die Kollegin schwanger geworden, ein Jahr später und ich bin von der Reha zurückgekommen und bin wieder eingestiegen. Also so kommen die Dinge einfach auch hin und her und man man kann, man ist dann ja auch ein anderer, der diese Position wieder übernimmt. Und dann kann man aus einer anderen Perspektive mit dem, was man erlebt hat, wieder neu draufschauen. Man muss einfach nur sich trauen, auch immer wieder mal loszulassen, zurückzugehen, durchzuatmen und dann wieder nach vorne zu gehen und nicht immer nur zu funktionieren.

[00:11:58.620] – Annette

In meiner Kindheit. Dieses Mal funktionieren, das Pensum abarbeiten und funktionieren. Und deshalb darf man sich dann auch selber von der Leine lassen. Ist aber nicht so einfach. Und da kommen wir zur nächsten Frage eigentlich, warum es Sinn macht, sich Begleitung zu holen. Ich glaube, das ist ganz wichtig, weil wir das aus unserer eigenen Kraft und aus dem eigenen Blickwinkel gar nicht so leicht hinkriegen. Also warum macht es Sinn, sich Begleitung zu holen? Was würdest du dazu sagen? Coaching, Therapeutin, was weiß ich oder eine Gemeinschaft? Also was macht da Sinn?

[00:12:29.740] – Carola Gschöderer

Also ich würde sagen, ich habe mir alle Facetten wirklich selber live angeguckt. Ich habe in jüngeren Jahren auch mal eine Therapie gemacht. Tatsächlich fand ich auch sehr wertvoll zu dem Zeitpunkt, habe dann aber gemerkt, dass mir das mir diese also das war so eine klassische Psychotherapie, wo viel auch geschwiegen wurde, wenn ich nichts gesagt hab und das konnte ich gut. Also schweigen kann ich auch manchmal gut, hat nicht den Eindruck macht. Und dann habe ich aber einfach über das Mentaltraining damals für diese Arbeit in den Gemeinschaften gelernt. Und wenn man nach der Meditation, wenn einfach jeder den Raum bekommt, seine Erlebnisse der Reise zu erzählen, dann ist es unwahrscheinlich wertvoll. Weil erstens mal bekommt man so viele verschiedene Eindrücke, die man selber nicht machen könnte, weil man ja selber immer nur das eigene System ist. Und da gewinnt man plötzlich so viele Systeme und so viele verschiedene Blickwinkel dazu. Das ist eine unglaublich bereichernde Erfahrung auf der Seite und gleichzeitig erlebt man den Menschen, von dem man dann mehr erfährt, von der ganz anderen Seite.

[00:13:34.930] – Carola Gschöderer

Und auch, dass jeder liebenswert ist, dass jeder es verdient hat, dass man, dass man ihm zuhört, dass jeder auch Liebe verdient hat, dass jeder Liebe ist. Im Grunde ganz egal, was er tut, weil der Lebensweg oder die Erfahrungen einfach oft dazu führen, dass ein Mensch verdreht wird. Und das habe ich gelernt, in Gemeinschaften immer noch zu schätzen, in meiner Mastermind, gerade mit Frauen, die sich alle selbstständig machen. Es ist ein unschätzbarer Wert, einfach in so einen Sog der Gemeinschaft einzutauchen und sich bereichern zu lassen und ein Ort zu haben, wo man selber Fragen stellen kann und einfach Feedback bekommt.

[00:14:17.020] – Annette

Einfach festgestellt, dass man da irgendwie in so einer Gemeinschaft auch lernt. Also nicht nur durch die Therapie. Ich habe auch lange Therapie gemacht, also bekommen oder wie auch immer man es nennt und auch Coaching mir da immer Hilfe geholt und so und da wird ja ganz gezielt an mir gearbeitet oder auch, dass ich okay bin, so wie ich bin. Aber in einer Gemeinschaft habe ich noch mal dieses diesen Wert von Selbstliebe erfahren. Also wie du sagst, jeder ist liebenswert. Und das hat mich erst dafür vorbereitet zu sagen Auch ich bin liebenswert. Und es hört sich ein bisschen beknackt an, ich weiß, ich bin großartig. Aber trotzdem diese Selbstliebe bedingt das Haben. Ja, also tendenziell denke ich, Frauen ist es problematisch, die sagen Ja, ich kann jemand anders für jemand anders da sein. Ich kann Liebe empfinden, aber für mich selber. Ich sehe mich selber sehr kritisch. Und durch Gemeinschaften kriegen wir etwas zurückgespiegelt, was uns so draußen niemand sagt. Und und diese Wertschätzung und diese Anerkennung, das ist einfach das, das gibt es in Frauen Gemeinschaften.

[00:15:21.760] – Annette

Das ist so großartig, das gibt es nicht. Es ist anders, als wenn ich einen Therapeuten dafür bezahle, der mir sagt, dass ich großartig bin, als wenn ich das in der Gemeinschaft so ganz echt bekomme.

[00:15:34.810] – Carola Gschöderer

Und es ist oft, finde ich, noch mehr von der anderen Seite, wo man es gar nicht erwartet. Wenn man eins eins ist, dann dreht sich alles um ein Thema, wo man Feedback bekommt.

[00:15:43.700] – Annette

Ja.

[00:15:44.230] – Carola Gschöderer

Und in so einer Frauengemeinschaft bekommt es oft von einer ganz anderen Seite plötzlich, weil einer irgendeine, irgendeine Seite an einem auffällt und dann bekommt man das so vor den Latz geknallt. Ist vielleicht auch erst total irritiert, weil man es gar nicht erwartet. Und das ist aber total wertvoll und oft dann der nächste Stepp in irgendeine Entwicklung.

[00:16:04.630] – Annette

Wahnsinn. Also sehr bereichernd. Genau. Ich bin ja auch irgendwie im Herbst wieder eine Maßnahme Gruppe für Frauen an, die einmal im Jahr läuft. Bei mir habe ich jetzt schon dreimal durchlaufen mit den Damen, also mit verschiedenen Damen. Das ist immer so großartig, dieses dieser Moment, wenn, wenn da so ein Aha Moment kommt oder wenn so eine Erleichterung kommt, wenn man Glaubenssatz knackt oder Mindset oder so angeschaut hat, wo man sagt Ach so, ich muss das jetzt gar nicht so sehen. Es ist, das ist einfach ganz toll.

[00:16:37.820] – Carola Gschöderer

Wie genau der Blickwinkel sich ändern darf.

[00:16:41.650] – Annette

Genau dieses, dass es eben mehr gibt als nur das was, was wir so den ganzen Tag machen. Und andere machen das auch und großartig. Gut, bei mir hat das natürlich mit Yoga zu tun, aber wie ich ja erzählt habe, du bist ja auch Yogalehrerin und du hast irgendwann mit Yoga bis nach Bali gefahren, hast ja diese tolle Erfahrung gemacht. Also schön, toll, exotisch. Aber wir hier noch mal die Frage vielleicht Was hat es dir konkret noch mal geholfen? Vielleicht kannst du da noch mal was zu sagen.

[00:17:13.990] – Carola Gschöderer

Also bei mir war ein Riesenthema Vertrauen im Leben eben. Und mir hat Yoga einerseits körperlich das Vertrauen in meinen Körper wieder gegeben, weil ich einfach erkannt habe, dass durch das Pranayama, durch das Atmen einfach eine Kraft in mich kommt und aus mir heraus wirken kann, die heilt und auch meinen Körper wieder bewegen kann, auch wenn er eben doch Rückenprobleme oder was auch immer einfach in einem anderen Zustand war. Und einfach auch immer wieder dieser, dieser Spirit, diese Achtsamkeit, dieses Meditieren regelmäßig und einfach über ganz einfache Techniken der Verbindung zu mir und der Welt herstellen. Das hat mich einfach dranbleiben lassen. Immer wieder. Ich habe in den 90er Jahren in Berlin meinen ersten Yoga Workshop gemacht und dann habe ich immer wieder mal verloren. Und die Sehnsucht nach diesen tiefen Erfahrungen hat mich immer wieder zurückgebracht. Und ja, es war mein Einstieg auch in die Meditation, weil tatsächlich Meditation und Schattenarbeit, was dann später in der Therapie natürlich auch wichtig wurde. Und ich finde es auch heute alles was um Wer bin ich geht, ist mit Orten verbunden.

[00:18:29.070] – Carola Gschöderer

Cool.

[00:18:31.530] – Annette

Genau. Vertrauen finden durch Verbundenheit. Und Yoga heißt ja verbinden. Anbinden. Verbundenheit und Gemeinschaft. Das finde ich so wichtig.

[00:18:43.380] – Carola Gschöderer

Auch das war so ein Gemeinschaftserlebnis. Eine Gruppe von Leuten natürlich. Und ich hatte einen Tag. Also ich habe einen Hexenschuss bekommen, als ich da anreiste zum Retreat, ganz klassisch meinen Koffer schleppen. Und dann hat mich da einer von den Lehrern behandelt und ich bin irgendwie in so ein tiefes Loch gestürzt. Also alles durfte sich lösen. Und dann hat er mich dann in so eine Ecke gelegt. Alle haben weitergemacht im Unterricht und ich lag da in meiner Ecke und durfte ein bisschen atmen, ein bisschen weinen, alles, was mir gut tat und lag da so über zwei Stunden und es war total nett, weil alle kamen immer wieder mal vorbei, einer hat sich dazugelegt, einer hat mir nur die Hand aufgelegt oder drüber gestreift und ich war irgendwie so Teil der Gemeinschaft, obwohl ich nicht mehr funktioniert habe. Aber Yoga, ja, du musst nicht funktionieren oder einfach nur sein. Es war eine unglaublich starke Erfahrung, die natürlich auch Vertrauen stärkt. Ja.

[00:19:39.570] – Annette

Das So sein dürfen, das ist ja etwas, was wir uns auch gar nicht erlauben. Wir müssen ja immer was leisten. Hmmm. Sehr schön. Ach, das ist ja eine tolle Geschichte. Ja, ja. Gut. Also. Ja. Es ist ein weites Feld. Wir kommen hiervon. Wir könnten uns noch ewig Stunden unterhalten. Also, warum ist das für Frauen so bedeutsam? Hast du da noch einen Ansatz? Vielleicht für dich? Für uns hier? Oder haben wir das eigentlich schon besprochen? Weiß ich gar nicht.

[00:20:08.190] – Carola Gschöderer

Also für Frauen habe ich immer noch eine Geschichte, die noch nicht kam. Wir gehen natürlich auch gerne mal in Konkurrenz.

[00:20:16.950] – Annette

Oh ja.

[00:20:17.880] – Carola Gschöderer

Gerade in unserem beruflichen Alltag. Ich komme ja so aus dem hierarchischen Klinik Struktur Alltag. Also da ist ja Konkurrenz unter Frauen durchaus ein Thema. Aber da ist wirklich meine große Leidenschaft, immer wieder zu appellieren, dass wir einfach zusammenarbeiten, zusammenhalten und unsere Kraft einfach gemeinsam nutzen. Weil wir sind wirklich um so viel stärker und es gibt einfach immer noch in der Gesellschaft zu viele Hemmnisse, die wir zu überwinden haben. Aber wenn wir besser noch zusammenarbeiten und diese diese Kraft einfach mehr im Miteinander verwenden, dann wird es immer schwieriger. Und ich glaube, dass wir uns und auch wirklich fürs große Ganze. Es ist so wichtig, dass Frauen, wenn sie in Führung gehen, auch beruflich ihre weiblichen Fähigkeiten entdecken. Und da glaube ich, ist es gut, eine Neuorientierung zu machen und nicht immer ins männliche Muster zu springen. Ich kenne das von mir selber, deswegen kann ich darüber sprechen. Oder erlaube ich es mir darüber zu sprechen, weil ich auch oft einfach an dem männlichen Muster forsche? Woran kann ich auch gut? Na gut, mir nicht gut.

[00:21:26.010] – Carola Gschöderer

Ich merke, dass ich ausbrennen und dass es einfach nicht gut für mich ist. Und wenn ich weiblich in Führung gehe, dann kann ich wachsen. Und vor allen Dingen kann ich viel mehr Inspiration sein. Ich kann Inspiration sein und kann eine ganz andere Ernte einfahren. Für alle, dann auch wiederum für die Männer. Also das ist doch viel schöner der Geschichte, als wenn wir gegeneinander gehen. Also ich will das nicht, weil es einfach Teil unserer Gesellschaft und unserer Struktur ist. Aber mein Aufruf und mein Herz schlägt dafür, dass wir einfach ins Miteinander gehen und diese diese Hingabe für Dinge und dieses eben nicht aus dem Ego handeln wirklich weitertragen wollen.

[00:22:10.200] – Annette

Eigentlich müssten wir das jetzt so beenden, weil das schon so ein großartiges Schlusswort war. Trotzdem möchte ich dich noch einladen, dein Einzelcoaching vorzustellen. Du bietest ja zurzeit über das ganze Einzelcoaching verschiedene Pakete an, aber jetzt gerade gibt es einen Sommer Angebot. Es nennt sich bei dir Punktlandung. Darfst du gerne noch mal uns erzählen, was das ist? Und da kann man für sommerliche 111 € kann man bei dir eine einzelne Sitzung buchen und das ist eine Punktlandung.

[00:22:39.750] – Carola Gschöderer

Eine Punktlandung ist also so eine einmalige Sitzung. Es gibt vorher praktischen Fragebogen, damit man ein bisschen rausfiltern kann, was denn diese zentrale Frage, zu welchem Bereich des Lebens gehört und was denn wirklich diese Frage ist. Damit ich ein bisschen weiß, schon, mit wem ich es zu tun habe, damit es einfacher wird. Und ich bin ja als Physiotherapeutin immer gezwungen gewesen, in 25 Minuten im besten Fall, wenn nicht in 20, rauszukriegen, was den Menschen so fehlt. Und deshalb ist es eine Spezialität von mir, dass ich sehr schnell in die Tiefe schießen kann. Und deshalb gibt es die Punktlandung. Wenn wenn ihr Lust habt, dann könnt ihr mich da auch kennenlernen. Und wie gesagt, im Sommer für die 111 €. Und ansonsten biete ich einfach Pakete an, meinetwegen zur Visions findung, ein dreier Paket, wo man erst die Vision aufstellt, anschaut, mal eine Zukunft macht und schaut, wer bin ich denn in der Zukunft? Das ist auch eine Sache, die ich sehr liebe. Mit sich selbst eine Verabredung in der Zukunft zu treffen und dann zurück zu schauen Was muss ich denn jetzt tun, damit man zukünftig das schaffen kann, was es jetzt schafft?

[00:23:45.120] – Carola Gschöderer

Also sehr, sehr spannendes verfolgt mich auch schon, dass meiner Mentaltraining Zeit ist, also schon lange Zeit. Da bin ich auch, also mache ich sehr, sehr freut mich genau. Genau das ist so der Schwerpunkt der Arbeit im Moment.

[00:23:59.450] – Annette

Wenn das so in 25 Minuten zum zum, zum Kern durchzuschauen und man muss ja dazu sagen und eine Lösung in dem Moment für den Patienten zu finden und den richtigen Punkt zu drücken oder so, damit der gerade rausgehen kann.

[00:24:12.960] – Carola Gschöderer

Genau. Und oft hängt es eben nicht nur am Körperlichen auch in der Hose an, nein, du musst es ja auch im Gespräch und den abholen können etcetera. Und das ist natürlich. Nach 25 Jahren hat man da ein bisschen. Ja, genau.

[00:24:27.960] – Annette

Start man. Das war ein super schönes Gespräch mit dir. Ich danke dir ganz recht herzlich. Das war toll. Ich unterstütze deine Vision in allen Facetten und. Und wir schreiben unter die schon oder in die Shownotes bzw in den Kommentaren auch wie du mit Carola Gschöderer in Kontakt treten kannst, falls dich das Angebot interessiert und ansonsten das nächste Gespräch. Immer mittwochs kommen hier die Gespräche. Also ich freue mich wenn das nächste mal wieder ein schaltest. Und an Carola Gschöderer einen wunderschönen Tag wünsche ich dir noch.

[00:24:59.560] – Carola Gschöderer

Danke dir!

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Annette Bauer

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