Gute Vorsätze: Neue Routine

Willkommen in den Twenties! Ob sie golden werden? – schau´n wir mal! Jeder verbindet mit dem Jahresbeginn gute Vorsätze und die Entwicklung einer neuen Routine. Alles das wünsche ich Ihnen von Herzen!

Zu viel vorgenommen

Bleibt natürlich die Frage, warum man das alles mit guten Vorsätzen genau am 1. Januar umsetzen möchte. Ich finde ja Ostern besser, da man dann die Kraft des Frühlings zur Etablierung neuer Routinen nutzen kann. Jedes Jahr nimmt man sich wieder die guten Vorsätze vor, jedes Jahr scheitert man wieder bei der Umsetzung. Es gibt viele Gründe, warum es nicht klappt. Einer davon ist, dass unser Gehirn Automatismen liebt, das spart Kraft, ist sicher und es muss die Komfortzone nicht verlassen! Also eigentlich eine gute Sache. Neuerungen mag es nicht gern, sie sind umständlich. Anfang des Jahres gibt es viele Ratschläge, um die guten Vorsätze doch endlich hinzubekommen. Das sind weitere Hindernisse:

  • Wir nehmen uns zu viel vor
  • suchen uns keine Verbündeten
  • belohnen uns nicht für die Zwischenerfolge
  • geben beim ersten Anzeichen von Versagen auf

Oder wir belohnen uns zu früh und halten keine Disziplin. Bevor Sie beim nächsten Mal scheitern: Überlegenen Sie sich VORHER einen „Wenn-dann-Notfallplan“, um sich selbst wieder in die Spur der Vorsätze zu bringen. Denn wenn man die Hindernisse vorweg nimmt, kann man das übliche Desaster verhindern.

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Bevor ich Sie als Leser komplett vergraule: Verlassen Sie die alten (Denk-)Pfade und Gewohnheiten (Samskaras) und gönnen sich einen ganz neuen Blick auf Ihre Situation! Beginnen wir mit den Hindernissen. Erste mögliche Hürde: Ist der Vorsatz wirklich mein Ziel? Oder habe ich es nur von jemand anderes übernommen? Dazu fällt mit ein: „Der Weg ist das Ziel“, man soll also dabei schon Freude empfinden, nicht erst beim Erreichen des Ziels. Nur durch langes Dranbleiben, also durch Disziplin, kommt man zur Begeisterung und wird dadurch erfolgreich. Ein ganz schwieriger Punkt ist, es sich zu lange vorzunehmen. Am besten legt man in den ersten drei Tagen (72 Stunden) los, sonst ist das Scheitern vorprogrammiert. Als nächstes könnte man an mangelndem Selbstbewusstsein hängen bleiben. Jeder Mensch ist kreativ, das waren wir als Kinder alle. The good news: Wir können es wieder sein! Probieren Sie viele Möglichkeiten aus und versteifen sich nicht auf nur einen Weg. Denn natürlich gelangt man auch über Umwege ans Ziel; jede Erfahrung ist es wert, gemacht zu werden, auch die miesen!

Gelassenheit bei den Vorsätzen

Wie wäre es zum Beispiel, wenn ich mich einfach so annehmen würde, wie ich bin? „Es kütt wie ett kütt und hätt noch immer jot jejange.“ Zuversicht und Vertrauen helfen, Herausforderungen anzunehmen. Wer sich mehr Erfolg wünscht, könnte sich mal überlegen, wozu er den denn so sehr braucht. Ist es mehr Geld, Ansehen oder das Gefühl von Sicherheit? Was steht für Sie dahinter und ist damit verbunden? Mit einer guten Portion Gelassenheit kommen auch Selbstbewusstsein und Vertrauen ins Leben dazu. Dann braucht man plötzlich gar nicht mehr so viel Geld, wird dankbar und genügsam. Daraus wird mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben. Herrlich! Doch viele müssen erst durch ein Burnout gehen oder andere Untiefen im Leben erfahren, um diesen Weg der Erkenntnis (= Yoga!) überhaupt gehen zu wollen. Im Hinduismus steht Elefantengott Ganesha für die Beseitigung aller Hindernisse und für Neuanfänge. Holen Sie sich ihn besser gleich mit ins Team!

Gute Vorsätze: Eine Routine entwickeln

Aber nicht allein Ganesha hilft dabei: Wissen und Unterscheidungsfähigkeit (Viveka) führen erst zur richtigen Erkenntnis, was machbar ist. So einfach. Was man dabei erfährt, hilft, die richtigen Entscheidungen bei Hindernissen zu treffen. Die moderne Psychologie liefert dafür interessante Beispiele: Wussten Sie, dass Hartnäckigkeit zielführender ist als Talent? Ebenso sind Versuch und Irrtum wertvolle Hilfen auf dem Weg zum Ziel. Also bitte: Mut zum Fehler, Scheitern als Chance! Und dann der wichtigste Rat auf dem Weg: Es muss Spaß machen und Sie sollen sich damit wohlfühlen, sonst brechen Sie Ihr Vorhaben doch wieder ab. Der Plan sieht also so aus:

  • es müssen machbare Ziele sein
  • man unterteilt sie in Etappen, die Ihrem Typ entspreche
  • man beginnt sofort (!)
  • setzt sie zwei Monate lange diszipliniert vom ersten Tag an um
  • man muss eine Routine entwickeln (siehe unten)

Grenzen werden ausgeweitet, man erkennt seine eigene Stärken und Schwächen und kann sie sinnvoll einsetzen. Dann werden diese guten Vorsätze Sie glücklich machen!

Gelungener Neuanfang und jetzt: Routine

Bis hierhin haben Sie es geschafft: Vorsatz, Startzeitpunkt und los. Jetzt müssen Sie „nur noch“ eine Routine entwickeln. Jeder wünscht sich einen gesunden Lebensstil, viel Energie für den Alltag und ein erfülltes Leben. Meist wissen wir auch schon, wie es gelingen sollte, aber das Dranbleiben ist das Problem. Deshalb kommt hier die Routine ins Spiel. Jeder Schritt zu ihrem Ziel muss klein sein, damit die Routine auch bei Veränderungen im Leben beibehalten werden kann. Geburt eines Kindes, Umzug, neuer Job, die Routine wird aufrechterhalten. Veränderung fühlt sich oft nicht wirklich gut an, ist unbequem. Für das Gehirn gehen da die Alarmglocken an: Panik! Trägheit und Müdigkeit stellen sich ein und dann fällt einem ein, da muss ja noch etwas weggearbeitet, geputzt oder ausgemistet werden, bevor… Sie kennen das!

Das Gefühl muss stimmen

Ich wiederhole mich zwar, aber ohne eine Wohlfühl-Routine wird es schwer und man muss sich direkt danach belohnen. Das merkt sich das Gehirn und beim nächsten Mal wird es schon leichter. Unter belohnen fällt einfach auch, sich selbst zu loben! Ja, so einfach! Wenn wir uns selbst immer nur beschimpfen, kann aus der schönsten Routine nix werden. Also, welchen Vorsatz Sie auch immer haben, sei es eine Yogapraxis, Meditation, Essensumstellung: Kleine Schritte und jeden kleinen Baby-Schritt loben! Auch wenn Sie sich erst mal „nur“ über die verschiedenen Wege und Möglichkeiten informieren, loben Sie sich! Am Ende der Woche kaufen Sie sich vielleicht ein schönes Buch oder buchen erst mal einen Schnupper-Kurs. Es muss ja nicht gleich das Jahresabo sein. Step by Step… Teilen Sie mir oder Ihrer Community die Fortschritte mit – und lassen Sie sich auch von anderen loben!

Annette Bauer

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