Yoga gegen Ängste

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Redakteurin und Yogalehrerin Doris Iding schreibt auf angenehme Art über schwere Kost: Wie Sorgen, Befürchtungen und Ängste einzuschätzen sind und man mit ihnen umgehen kann. Wie kann Yoga dabei helfen? Das kleine, feine Büchlein “Yoga gegen Ängste” umreißt das Spektrum, gibt Anregungen und zeigt Bewältigungsmöglichkeiten auf.

Wissen hilft

Ich lese gern die Texte von Doris Iding. Sie sind nie belehrend, sondern nehmen einen ganz leicht an die Hand. Gerade bei diesem schwierigen Thema ist das eine Wohltat. Auch die Yoga- und Atem-Übungen sind verständlich und sie bietet uns Hilfsmittel wie Kurz-Meditationen und Mantras an, die entspannend wirken. Die Übungen sind aber nicht auf die Yogamatte beschränkt, sie können überall ausgeführt werden. Sie dienen als “Notfallkoffer” in stressigen Situationen. Ob zu Hause, im Büro oder an der Bushaltestelle, die Übungen sollen helfen, sich zu entspannen und Abstand zu gewinnen, ein Trick um die Angst mit Yoga zu erkunden, auszuspionieren und zu erlegen.

Yoga gegen Ängste

Das Thema „Yoga gegen Ängste“ ist leider sehr aktuell. Die Krankenkassen-Statistiken belegen, dass immer mehr Menschen unter Angst- und Panikattacken leiden. Psychische Belastungen bei der Arbeit und im Alltag nehmen weltweit dramatisch zu. Leider kann man Ängste nicht gut von außen in den Griff bekommen, es sind vielmehr innere Prozesse, die allein durch Veränderung im Außen nicht so einfach zu beheben sind. Hier setzt nun Doris Iding an, denn es geht um das Verständnis mentaler Prozesse, mit denen sich auch Yoga seit fast 5000 Jahren beschäftigt. Wie funktioniert der Geist? Wie kann man die eignen geistigen Spiele durchschauen und zur Ruhe bringen? Die yogische Vorgehensweise ist Selbstermächtigung: Man beobachtet seine Ängste und nimmt dadurch den Gedanken die Macht, die sie über uns haben. Leichter gesagt als getan, aber immerhin ein Anfang. Und mit etwas Übung auch machbar, das hat Doris Iding selbst leidvoll erfahren.

Wie Yoga wirkt: Konkret

Yoga gegen Ängste © Windpferd

Yoga gegen Ängste © Windpferd

Das geht auch mit Yoga natürlich nicht von heute auf morgen. Ein entscheidender Faktor scheint zu sein, sich durch kontinuierliches Üben eine Anker zu schaffen. So konnte die Autorin ihre Angsterkrankung bewältigen und uns jetzt mit ihrem Buch darlegen, wie wiederholtes Üben die Prozesse im menschlichen Gehirn beeinflusst. Die Übungen in „Yoga gegen Ängste“ beruhigen und stärken die Nerven, daneben gibt es die zehn Übungen aus dem “Notfallkoffer” und die CD: Der “Body Scan” kommt aus dem MBSR-Achtsamkeitstraining, “Zuversicht entwickeln” und “Durch Energielenkung den Geist entspannen” sind geleitete Meditationen, die ebenfalls täglich ausgeführt werden sollen. Sie werden sehen, es ist eine gute Begleitung durch den Alltag und nach acht Wochen beginnen diese Hilfen zu wirken. Trotzdem sollten Sie bei ernsthaften Störungen unbedingt einen Arzt konsultieren.

Annette Bauer

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