Energie im Yoga: Die vier Schritte aus der Bhagavad Gita

Psychologisch ist Energie der innere Antrieb und auch die Fähigkeit, etwas zu tun, zu handeln. Yogisch bemühen wir heute mal vier Schritte der Bhagavad Gita.

Komm in deine Energie!

Yoga als Weg zu dir selbst bringt dich in deine Energie. Wie du in deine Energie im Yoga kommst und wozu, habe ich mal so formuliert:

  • Setze dich mit deinem Inneren, der Intuition und deinen Herzenswünschen auseinander.

  • Lebe deine Träume.

  • Finde über Yoga die Verbindung zu dir selbst.

  • Gib dich nicht mit einem mittelmäßigen Leben zufrieden, lass es ein großartiges werden.

  • Entwickle mit Yoga Energie und Mut, um deine Ängste zu überwinden.

Energie im Yoga

Die Bhagavad Gita bedeutet „der Gesang des Erhabenen“. Es ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus und entstand vermutlich zwischen 5. und 2. Jahrhundert vor Christus. Die Bhagavad Gita ist ein Teil des Mahabharata, des großen Epos Indiens. Darin geht es um den Kampf zwischen zwei Familien, den Pandavas und Kauravas.

Das Buch ist in Form eines Lehrgesprächs Lehrer–Schüler zwischen Krishna und Arjuna geschrieben. Krishna ist in der BG die Inkarnation des Gottes Vishnu, also der Lehrer, und Arjuna ist der Schüler, ein Prinz und Anführer auf dem Schlachtfeld. Er verzweifelt und möchte nicht gegen seine Familie und Freunde kämpfen. Krishna unterweist ihn in den yogischen Verhaltensregeln, um das göttliche in allem zu erkennen (Weg der Erkenntnis).

Die Lehre der Bhagavad Gita in vier Schritten

Arjuna sitz da also auf dem Schlachtfeld, fühlt sich ohnmächtig angesichts der bevorstehende Aufgabe. Er ist überwältigt und handlungsunfähig. Die Lehre der Bhagavad Gita besagt: Wenn wir uns ohnmächtig fühlen, müssen wir wieder ins Fühlen und Handeln kommen. Krishna erläuter ihm das in vier Schritten, also  verschiedenen Yoga-Wege oder Ansätze:

  1. Erkennen (Jnana Yoga, Yoga der Weisheit) was los ist und in die Stille gehen (Dhyana Yoga, Yoga der Meditation), um das Erkannte zu reflektieren: Was ist nicht stimmig? Hier geht es um Abwägen, nicht logisch nachdenken, man soll es innerlich spiegeln.

  2. Handeln (Karma Yoga oder Yoga der Tat), um aktiv zu werden (nicht reaktiv wie vorher). Arjuna kann wieder wählen, handeln und bewusste Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen.

  3. Sich als Werkzeug des Dharma erkennen: Man ist Teil des großen Plans, trägt zum Gelingen aller bei. Man soll immer so gut wie möglich handeln, auch wenn man nicht alles versteht und überblickt. Wie beim Bogenschießen: Man kann alles gut und richtig machen, die Flugkurve des Pfeils ist unserer jedoch Kontrolle entzogen. Am Ende muss man loslassen!

  4. Widmung und Hingabe (Bhakti Yoga ist der Yoga der Liebe): In dem man Vertrauen bzw. Urvertrauen entwickelt, weiß man, dass es gut ist, so wie es ist. Man widmet seine (Yoga) Praxis oder die Arbeit einer höheren Instanz. Die Bhakti Yogis sehen Gott in allem.

Energie im Yoga wofür?

Selbst wenn die Energie gut verteilt ist, gibt es im Leben Herausforderungen, für die wir extra Energie benötigen. Unvorhergesehenes zum Beispiel. Oder Menschen, bei denen wir das Gefühl haben, sie würden uns Energie „rauben“. Wenn ich mich auf zu viele Sachen konzentriere, bin ich nirgendwo richtig fokussiert. Möchte ich überall auch noch perfekt sein, ist der Speicher ratzfatz leer. Woran merken wir, ob es zu viel ist: Wir sind nicht ausgeglichen – und unzufrieden damit. Indikatoren für gut fließende Energie sind also Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, gute Verdauung und guter Schlaf.

Energie woher?

Wie beim Strom: Ist der Akku leer, der Stecker nicht eingesteckt, haben wir keine Energie. Strom wird durch Bewegung erzeugt, also ist es nicht sinnvoll nur auf der Couch zu hängen. Nur rumzurennen und sich zu überfordern, führt zu einem großen Energieverbrauch. Wie immer zielt das Gute durch die Mitte: Also ausgeglichen haushalten ist hier entscheidend. Wir füllen den Akku auf mit:

  • guter Nahrung
  • Bewegung
  • Pausen
  • Meditation
  • inspirierendem Input
  • sinnstiftenden Beschäftigungen

Frage dich selbst:

  • Was sind deine Ziele?
  • Wie viel Energie verwendest du wofür?
  • Wo fehlt sie dir?

Liegt dein Augenmerk auf deiner Karriere? Dann wirst du sicherlich mehr arbeiten. Yogisch betrachte ist jede Aufgabe, die wir vollbringen, gleich viel wert. Es kommt immer auf die innere Haltung an und ob wir dabei im Gleichgewicht sind und bleiben. Bist du erfolgreich, dann ist es wichtig, deine soziale Seite mitwachsen zu lassen: Teilen, abgeben, andere unterstützen durch deine Zeit oder dein Geld. Sonst fehlen irgendwann Sinn & Ausgleich – das Ganze kippt.

Bringt dich dein Energie-Einsatz bisher deinen Träumen näher?

Du kannst dich dazu selbst befragen:

  • Was muss ich tun, um Energie zu zu spüren?

  • Wie fühlt sich das an, wenn ich viel Energie habe?

  • Was würde ich jetzt tun, wenn ich unbegrenzte Energie hätte?

  • Was sind deine Werte und bringen sie dich deinen Träumen näher?

Was stellt du fest? Was sind deine Erkenntnisse? Teile das gern im Kommentar. Ich bin gespannt, was du entdeckst!

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Annette Bauer

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