Blick von außen: Wer möchtest du sein?

Unser Menschsein funktioniert nur in der Gemeinschaft. Sonst hätten wir es nicht so weit gebracht. Es gibt immer Ideengeber, Umsetzer, Planer, Helfer. Wir brauchen aber auch den Blick von außen: Wer möchtest du sein? Wer sollen wir gemeinsam sein?

Blick von außen: Wer möchtest du sein?

Einer allein kann nicht alles wuppen, erst in der Gemeinschaft sind wir stark. Trotzdem ist auch eine wahre Erkenntnis, dass Gemeinschaft nicht immer leicht ist: Es gibt Kompromisse und Vereinbarungen. Es gibt immer einige, die das nicht mittragen können oder wollen. Das ist auch okay, so lange die Gemeinschaft in den Grundzügen intakt bleibt. Nun gibt es aber auch Gemeinschaft die die moralischen Grundprinzipien des Menschsein mißachten. Dann ist es ja sogar die Pflicht des Einzelnen, dagegen zu sein.

ABER: Wer kann das aus der Mitte der Gesellschaft heraus entscheiden? Wer hat alle Informationen? Meist werden erst im Nachhinein solche Fakten aufgedeckt und ersichtlich.

Es fällt also schwer zu entscheiden. Ich könnte das nicht, wenn ich mich nicht damit beschäftigt hätte, wie man von außen auf Situationen schaut. Der Yogi als solcher, wenn ich mal das so verallgemeinern darf, war auch immer eher jemand außerhalb der Gesellschaft. Manchmal braucht man auch genau diese Menschen, die den Blick von außen haben: Dann waren vielleicht solche Yogis sogar Berater von Fürsten. Die Idee darfst du gern weiterspinnen.

Der Blick von außen

Für heute möchte ich aber vor allem deinen Blick darauf lenken, was du tun kannst, um einen Schritt aus einer Situation heraus zu machen. Natürlich geht als erstes Durchatmen oder um den Block gehen, sich also aus einer schwierigen Situation weg bewegen. Und der Volksmund rät auch gern: Erst mal drüber schlafen. Das ist übrigens alles gut und richtig und wir sollten das viel öfter beherzigen als wir es tun.

Es wird uns auch nicht leicht gemacht: Inzwischen sind wir darauf konditioniert, sofort alles bestellen zu können oder eine sofortige Reaktion über Messenger, SMS, WhatsApp von unseren Kommunikationspartner zu erhalten. Telefoniert heute eigentlich noch jemand so ganz herkömmlich? Oder ist es dann auch gleich die Videotelefonie?

Die Kunst des Wartens & Abwägens

Deshalb ist es soooo wichtig, die Kunst des Warten-Könnens, des Aushaltens, des Abwägens zu kultivieren. Gelassenheit steht bei mir ganz oben! Viele Probleme lösen sich von selbst, indem ich nicht sofort reagiere. Dann war die Anfrage doch nicht so wichtig oder die Aufgabe konnte jemand anderes erledigen.

  • Ist das, was so dringend erscheint wirklich dringend?
  • Wie können wir das (wieder) unterscheiden lernen?
  • Wie können wir (wieder) beobachten lernen?

Ich glaube, es ist klar, dass ich persönlich im Yoga Antworten finde. Und wenn du da auch hin möchtest, komm in meine Yogaprogramme, das sind meine 5-Woche-Onlinekurse, oder gleich auf die Warteliste zum Yogaclub. Wir bewerkstelligen das gemeinsam:

 Unterscheidungsfähigkeit für mehr Klarheit:

  • Was ist dringend, was ist wichtig?
  • Was tut mit gut, was nicht?
  • Wer möchte ich sein?
  • Was möchte ich noch erreichen?
  • Wie breche ich meinen Traum herunter, um in Etappen mein Ziel zu erreichen?

Du lernst dich abzugrenzen und den Blick nach innen zu wenden, in der Gemeinschaft Unterstützung zu finden und die Oberhoheit über dein Leben zurückzugewinnen. Die Frage die für dich interessant sein sollte:

Wer möchtest du sein?

ÜBUNG: Schließe die Augen und nimm ein paar tiefe Atemzüge. Stell dir vor, es ist Morgens, du liegst noch im Bett und hast Zeit. Du überlegst, wie oder wer du heute sein möchtest. Wenn dir das schwerfällt – es gibt ja so viele Ideen und Möglichkeiten – , dann stell dir eine Person vor, die so ist wie du sein möchtest. Vielleicht ist es eine gute Freundin oder ein guter Freund? Vielleicht jemand Berühmtes, den du nicht persönlich kennst?

  • Wie verhält sich diese Person?
  • Was ist an ihr, das du gern wärest?
  • Wie verhält sich dein Vorbild?
  • Welche Handlungen macht die Person, die du gut findest?
  • Wie geht diese Personen mit anderen um?
  • Wie behandelt sie DICH?
  • Möchtest du genauso sein und leben wie dein Vorbild? Dann nimm es dir heute vor, mit kleinen Impulsen in diese Richtung zu gehen.

Und wenn du diese Person nicht genau kennst, aber sie dir vorstellen kannst, dann handle danach wie du denkst, dass sie lebt und handelt. Dann sei heute dieser Mensch. Zumindest heute und dann auch vielleicht morgen: Frage dich bei jeder Sache, die du tust, wie würde sie /er das machen?

Nimm noch ein paar tiefe Atemzüge und wenn du bereit bist, dann öffne deine Augen und schreibe dir alles auf. Schreibe es gern auch in den Kommentar, was dir aufgefallen ist. War es leicht oder fiel dir diese Übung schwer?

Unsere Fantasie hilft uns.

Manchmal fällt es schwer sich aus dem Nichts als der ideale Mensch selbst zu sehen, der ich sein möchte. Wir sind darauf geeicht, die Defizite auszumerzen und nicht unsere Stärken weiter auszubauen. Ganz nebenbei: Viele kennen ihre Stärken gar nicht, weil sie für sie selbstverständlich halten! Wir nehmen uns das im Yogaclub vor und es tatsächlich für die Teilnehmenden eine Offenbarung. Warum? Weil es für uns so selbstverständlich ist, was wir machen, dass wir sie nicht als Stärken erkennen.

Dein ideales Ich

Fast alle Menschen kennen ihren wahren Kern intuitiv, ihre Idealvorstellung von sich, wenn sie diese auf einen anderen Menschen projizieren. Dann fällt es leicht. Es geht auch nicht darum jemandem zu kopieren. Gan und gar nicht. Aber zu Beginn hilft uns das auf die Sprünge. So wie du selbst behandelt werden möchtest, möchtest DU dich auch verhalten, damit du genau dieses Verhalten von anderen anziehst.

Es ist das Gesetz der Resonanz und ich glaube fest daran.

Das Gesetz der Resonanz

Für meinen damaligen Chef waren ja alle Menschen Idioten und unfähig. Er kam immer ins Meeting und hat über jeamden geschimpft: „So ein Idiot, das hat er nicht hingekriegt…“ Aber ich wußte, so wie er über andere redet, redet er auch abfällig über mich. Ich habe ih zufällig auf dem Flur über mich reden gehört. Als er mich sah, ist er mir hinterher gekommen und wollte einen Witz daraus machen. Was ist das für ein armer Mensch!

Denn alle anderen Kollegen haben das ja auch gemerkt. Sie haben immer höflich über seine Witze gelacht und sind froh gewesen, wenn er nicht gerade sie auf dem Kieker hatte. Unsäglich!

Das machte alle in seine nähe unfrei, alle haben sich geduckt. Klar, dass sie ihm genau das gespiegelt haben, was er ausgesendet hat: Alles Menschen haben sich in seiner Gegenwart merkwürdige verhalten und vielleicht auch eher Fehler gemacht, weil er sie verunsichert hat.

Spiegelung

Ich habe mich dadurch selbst gesehen. Wollte ich so sein? Ich war ja nicht gerade richtig da. Aber wie war ich da hingekommen? Mein Innen und Außen hatte da schon lange nicht mehr hingepasst… Ich wollte und konnte mich nicht mehr verbiegen und wollte aber auch nicht kündigen.

Als ich mir die Haare pink gefärbt habe, war das der letzte Tropfen, der für meine Chef das Faß zum überlaufen gebracht hart: Er hat mir gekündigt. Das hat er natürlich so nicht gesagt, aber ich habe es schon kapiert: In seinen Augen war ich eben zu unangepasst.

Ich bin froh da raus zu sein und authentisch und integer zu leben. Ich verbiege mich nicht und stehe für meine Fehler ein. Und ich weiß, dass wertschätzendes Verhalten dabei sooo wichtig ist. Das ist in meinen Kursen ist das entscheidend für den Austausch und die Entwicklung der Teilnehmerinnen.

Was lernt uns dit?

Der Weg ist, behutsamer zu werden, sich zu spüren und WISSEN, was richtig ist und was nicht. Dazu brauchen wir den Blick von außen. Was gut tut und was nicht, spüren wir im Innern, das Intuition eben. Aber der Blick von außen bringt den nötigen Abstand zur Situation. Wenn man sich gerade nicht kündigen lassen möchte (!), muss es doch eine Möglichkeit geben, sich in sich zurückzuziehen. Da sind wir wieder bei Yoga, Meditation, Achtsamkeit – you name it.

Diese Intuition, ob sie richtig oder falsch ist, erlernt man im Umgang mit anderen, wenn man FRAGT, in den Austausch geht, sich zeigt. Wenn du ein Mensch werden möchtest, der
1. frei ist, seine Wünsche und Ziele kennt und sie lebt
2. in sich ruht, gelassen und entspannt ist und dabei ein aufregendes Lebe führen kann
3. selbstbewusst, klar und entschieden seinen Weg geht und andere inspiriert
mach die obige Übung regelmäßig und stelle dir vor wie du sein möchtest. Und so wird auch deine Umwelt sein.

Schreibe mir gern einen Kommentar und teile mir mit, was du erlebst. Probier es aus!

Wenn du wirklich dranbleiben möchtest, komm in meine offene Facebookgruppe „Annettes Yoga Lifestyle Hacks“ und hol dir Tipps und Tricks ab, wie du dauerhafter gelassen bleiben kannst.

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Annette Bauer

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