Selbststudium: Svadhyaya

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Lernen Sie sich besser kennen! Aber wie geht man dabei vor? Indem man sich dem Selbststudium, yogisch Svadhyaya, widmet.

Was treibt Sie an?

Beim Svadhyaya lernt man nicht allein aus Büchern und vom Lehrer (Guru), sondern vor allem durch die Überprüfung durch eigene Erfahrungen, durch Ausprobieren. Die Untersuchung und Erforschung des Selbst wird im Yoga groß geschrieben. Was sind meine Antriebsgründe? Wie gehe ich mit anderen und mir selbst um? Über Svadhyaya versuche ich mir selbst näherzukommen. Das eigene Denken und Handeln soll kritisch hinterfragt werden und schafft im besten Falle eine neue Bewusstheit und mehr Achtsamkeit.

Selbststudium: Svadhyaya

Bei der Selbstreflexion bleibt Svadhyaya aber nicht stehen, es meint darüber hinaus das Studium alter Schriften. Das müssen keine yogischen Texte sein wie die Veden, Upanishaden oder die Bhagavad Gita, obwohl es wirklich sehr altes Texte sind. Es können auch westliche Philosophen oder unsere christliche Literatur sein. Sogar in Geschichten und Märchen findet sich immer eine Moral, die man herausfinden und als gedankliche Beschäftigung nutzen kann. Im Grunde alle erbaulichen Texte, die zum nachdenken anregen. (Nein, bestimmt nicht „Fifty Shades of Grey“!)

Den Anleitungen des Lehrers folgen

Woher bekommt man nun einen kompetenten Lehrer? Natürlich kann jeder aus der Umgebung ein Lehrer sein, ob Taxifahrer oder Kollege. In diesem Falle meint es jedoch jemanden, der Weisheit und gute Menschenführung (Yoga Morality) verbindet. Er steht nicht über dem Schüler, sondern ist ihm freundlich gesonnen, also auf Augenhöhe wie ein guter Freund. Hat man einen Meister oder Guru gefunden, den man respektiert und dem man folgen möchte, sollte man dessen Anweisungen auch nachkommen. Das meint nicht, blind Befehle auszuführen, sondern dabei stets selbstreflektiert zu bleiben und eigenen Erfahrungen zu sammeln. Hier schließt sich der Kreis zur Selbstreflexion.

Das vierte Niyama: Svadhyaya

Svadhyaya gehört zu den fünf Niyamas: Shauca, Samtosha, Tapas und die letzten zwei sind Svadhyaya und Ishvarapranidhana. Nachdem man sich selbst bewusster geworden ist, die Schriften erforscht hat und den Anleitungen eines Lehrers gefolgt ist, bleibt nur noch Ishvarapranidhana. Das Vertrauen auf eine höhere Ordnung. Es ist Gottvertrauen: Man weiß, dass man alles in die Wege geleitet hat und lässt dann los. Ishvarapranidhana steht in diesem Zusammenhang auch für die Überwindung von Zweifeln und Ängsten, denn die höhere Ordnung weiß, was am besten für uns ist.

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Ich bin Berlinerin und war 25 Jahre als Layouterin und Redak­teurin tätig. In den letzten Jahren im Job war ich kurz vorm Burnout und wurde dann ent­lassen. Auch privat habe ich Schick­sals­schläge erleben müssen.

Dabei hilft mir seit über 30 Jahren unter anderem eine regelmäßige Yoga-Praxis.

Andere Menschen begleite ich als Heil­prakti­kerin mit einer ressour­cenorien­tiert, systemisch oder mit einer Trauma­therapie.

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