Gott Vishnu

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Gott Vishnu wird oft liegend auf der kosmischen Schlange Ananta oder Shesha dargestellt, seine Gattin ist die Göttin für Glück und Schönheit, Lakshmi, sein Reittier und treuer Begleiter ist der Adler-Mensch Garuda.

Erhalter und Bewahrer

Gott Vishnu ist Teil der Trimurti (Dreieinigkeit) mit Brahma und Shiva. Er selbst gilt als Schöpfer der Maya, der Urkraft der vedischen Götter, die die Welt hervorgebracht hat. Seine Aufgabe ist die Erhaltung der Schöpfung und der göttlichen Ordnung. Deshalb erscheint er in verschiedenen Inkarnationen als Mensch oder in Tiergestalt. So kann er auf verschiedene Weise die Ordnung des Kosmos bewahren. Brahma erschafft die Welt und Shiva zerstört, um immer wieder Neuanfänge zu ermöglichen. Alle drei sind untrennbar miteinander verbunden, jedoch kann Shiva auch schöpferisch zu Werke gehen und Vishnu kann zerstörerisch wirken.

Darstellungen und Inkarnationen Vishnus

In den vier Händen Vishnus befindet sich eine Wurfscheibe (Chakra), ein Schneckenhorn (shankha), ein Lotos (padma) für Reinheit und Weisheit und eine Keule (gada). Gott Vishnu wird immer wieder inkarniert. Man weiß von zehn Avataren, die Gottheiten, Menschen oder Tiergestalten waren: Da gibt es den Fisch Matsya, der in der großen Flut die Arche gezogen hat, oder die Schildkröte Kurma, die den Berg beim Quirlen des Milchozeans auf ihrem Panzer trug. Als Rieseneber Varaha rettet Vishnu die Erde in Gestalt der Göttin Bhudevi aus dem Urozean und als Narasimha, eine Gestalt mit Löwenkopf, tötet er den Dämon Hiranyaksha. Um die Welt in drei Schritten auszumessen wird er zum Zwerg Vamana und wächst dann zum Riesen heran. Als Mensch Parashurama wird er zum Rächer eines Brahmanenmordes und erscheint ebenso als Rama, Krishna und Buddha.

Jesus ein Avatar Vishnus?

Vishnu ist immer wieder erschienen, um die Weltordnung wiederherzustellen. In seiner letzten Inkarnation wird er als Kalki oder Kalkin, als ein Reiter auf einem Pferd, erwartet: Vishnu soll die korrupten Herrscher und Barbaren töten und das Gesetz der Tugend (Dharma) wiederherstellen. Das Kali- wird dann in das Krita-Yuga übergehen. Laut eines Textes, der Bhavishya Purana, wäre Jesus eine Inkarnation des Gottes Vishnu. Sie ist eine Arbeit von Vyasa, der die Prophezeiungen der Zukunft aufgeschrieben hat. Jesus wird dort als Dhruva Rishi bezeichnet, der aus einem jungfräulichen Schoß (kumari garbha) geboren wurde. Interessant, oder?

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Ich bin Berlinerin und war 25 Jahre als Layouterin und Redak­teurin tätig. In den letzten Jahren im Job war ich kurz vorm Burnout und wurde dann ent­lassen. Auch privat habe ich Schick­sals­schläge erleben müssen.

Dabei hilft mir seit über 30 Jahren unter anderem eine regelmäßige Yoga-Praxis.

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