Wo findet man Blockaden?

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Körperlich oder geistig sind alle Menschen irgendwie verspannt. Auf einen Muskel bezogen, kann man das leichter verstehen. Wie aber macht sich das geistig bemerkbar? Und was kann man dagegen tun?

Die Energie zum Fließen bringen

Beim Muskel ist es folgendermaßen: Verspannt ein Muskel, wird er weniger gut durchblutet. Verspannungen über einen längeren Zeitraum verursachen Myogelosen, also Muskelverhärtungen. Das sind die Stellen, in die ein Masseur reingreift, und Sie möchten vor Schmerz weinen. Im übertragenen Sinne gibt es das auch für den Geist, ja sogar unser ganzes Leben: Blockaden können auch Ablagerungen im Karma sein. Durch eine Handlung löst man eine entsprechende Reaktion aus. Unsere Prägungen, die wir im Kindesalter mitbekommen, sind der Grund, warum wir oft so und nicht anders handeln.

Bewusstsein und Neugier

Yoga hilft dabei, sich seines eigenen Verhaltens und seiner Handlungsweisen bewusst zu werden. Entscheidend ist immer „wie“ man etwas macht. Wie gehe ich auf Menschen zu, wie höre ich ihnen zu, wie offen bin ich für andere Argumente. Dazu gibt es in der Bhagavad Gita einige Hinweise zu Handeln im Nicht-Handeln oder im Yoga Sutra von Patañjali die Beschreibung der Arbeitsweise es Geistes. Damit können wir uns selbst beobachten lernen und uns auf die Schliche kommen: Welche Denkmuster blockieren den gesunden Austausch mit mir und anderen? In welchen eingetretenen Pfaden (Samskaras) bewege ich mich?

Blockaden können jeder Zeit entstehen

Auch später können Blockaden entstehen, wenn wir beispielsweise an Situationen, Menschen, Dingen festhalten die für uns nicht mehr förderlich sind. Die Partnerschaft, die nicht mehr funktioniert, der Job der uns belastet oder ein Hobby, das uns nicht mehr gut tut. Anhaftungen nennt man das im Buddhismus. Indem man durchlässiger und gelassener wird, kann man die Situation mit Abstand betrachten und ziehen lassen, was nicht mehr förderlich ist. Es gibt aber auch spirituelle Blockaden. Im Yoga werden sie als Knoten (Granthis) bezeichnet und können durch einen kontinuierlichen Prozess aufgelöst werden.

Wo findet man Blockaden?

Jede Blockade behindert den Energiefluss im Körper und im Geist. Was kann man tun? Körperübungen am Morgen oder am Abend lösen die Verspannungen der Muskulatur. Mit ruhigen Atemübungen entspannen sich Körper und Geist und bringen auch wieder etwas in Bewegung: Gelassenheit ist der Trumpf für etwas Abstand im Leben, deshalb steht Meditation hoch im Kurs. Aber auch während des Tages hilft es, die Augen zu schließen und zwei bis fünf Minuten lang, tief aus- und einzuatmen. In dieser Atemmeditation werden Gedanken kommen und gehen, die man einfach ziehen lässt. So können sich energetische Blockaden auf allen Ebene entdecken und lösen. Das kann man selbst erforschen, indem man an eine Stelle, die verspannt ist „hin atmet“. Nach einer Zeit, wird die Stelle weicher. Probieren Sie es gleich aus!

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Ich bin Berlinerin und war 25 Jahre als Layouterin und Redak­teurin tätig. In den letzten Jahren im Job war ich kurz vorm Burnout und wurde dann ent­lassen. Auch privat habe ich Schick­sals­schläge erleben müssen.

Dabei hilft mir seit über 30 Jahren unter anderem eine regelmäßige Yoga-Praxis.

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