Der Herbst nimmt mir die Luft
Wenn der Herbst kommt und die Luft wieder kühler wird, fällt es mir auch schwerer zu atmen. Beim Fahrradfahren strample ich mich kraftlos ab. Für mich ist dann die chronische Bronchitis deutlich spürbarer als sonst. Es ist so, als würde ich durch einen Strohhalm Luft ziehen. Yoga hat mir da natürlich von Áfang an gut getan und ich hatte jahrelang kaum Beschwerden. Das kommt scheinbar erst jetzt richtig durch die Wechseljahre. Na toll!
Trotzdem: Ich kann mir immer noch mit den Atmetechniken des Yoga helfen: Pranayama ist also nicht nur gut, um dich auf die Meditation vorzubereiten und den Geist von außen nach innen zu lenken. Auch bei Atemwegserkrankungen wirkt er unterstützend.
Was macht die Atmeübungen im so besonders?
Jede Yogastunde arbeitet mit dem Atem, das gehört einfach dazu. Doch in einer normalen Stunde ist der Atem meist Begleiter der Bewegung, er unterstützt die Haltung, beruhigt am Ende, rahmt die Praxis ein. Die Haltungen und Körperübungen dienen dazu, Muaster aufzubrechen, die Muskeln zu dehnen und zu kräftigen, damit due gut atmen kannst. Das dient der Vorbereitung auf die Meditation: Du lernst, länger aufrecht zu sitzen, damit der Atem stetig fließen kann. In der Mediation beginnt man meist damit, den Atem zu beobachen und die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. Also geht es immer wieder um de Atem.
Der Atem gilt im Yoga auch als Einheit, wie lange wir leben: Der Yoga geht davon aus, dass jeder Mensch eine bestimmte Anzahl an Atemzügen hat. Um diese nicht zu schnell aufzubrauchen, geht es um langsames Atmen. Das beruhig den Geist und dein gesamtes Nervenkostüm. Es gibt sicherlich eine Million Gründe, warum der Atem so wichtig ist.
eshalb steht der Atem im Yoga immer im Mittelpunkt, die Bewegung dient dem guten Atem: Du richtest deine Wirbelsäule auf, dehnst die Flanken, weitest den Brustkorb, und schaffst damit buchstäblich Raum, in dem sich deine Lunge ausdehnen kann. Das klingt simpel, wirkt aber überraschend stark, gerade wenn du über Jahre gewohnt bist, dich zusammenzuziehen. Du merkst das dann, wenn das Atmen anstrengend geworden ist.
Was dabei im Körper passiert, lässt sich gut spüren, wenn du genau hinhörst. Du legst eine Hand auf die Rippen und merkst, wie sie sich beim Einatmen heben, seitlich weiten, beim Ausatmen wieder sinken. Manche Teilnehmerinnen beschreiben genau dieses Gefühl nach der Stunde: Sie atmen leichter, ihr Brustkorb fühlt sich weiter an, sie sagen, sie fühlten sich größer. Das ist kein Zufall, sondern die direkte Folge von aufgerichteter Wirbelsäule und gedehnter Atemhilfsmuskulatur, die endlich wieder arbeiten darf, statt zusammengedrückt zu sein.
→ Alltagsbeispiel: Stell dir vor, du steigst die Treppe zu deiner Wohnung hoch, drei Stockwerke, keine Aufzug. Früher bist du oben stehengeblieben, hast nach Luft geschnappt. Nach einigen Wochen Übung merkst du: Du gehst automatisch langsamer, atmest bewusster durch die Nase aus, und oben angekommen brauchst du keine Pause mehr, um wieder zu Atem zu kommen.
Was Lungensport gut kann, und wo er an seine Grenzen stößt
Lungensport ist eine wichtige und ärztlich anerkannte Therapieform, das möchte ich vorwegschicken. Er trainiert vor allem Ausdauer und Kraft, unter fachlicher Begleitung, oft in Rehazentren oder speziellen Gruppen. Das Problem liegt nicht in der Methode, sondern in der Verfügbarkeit: Die Deutsche Atemwegsliga selbst benennt das Ziel, mindestens 1.000 Anbieter und 2.500 Ortsgruppen bundesweit zu erreichen, aktuell gibt es deutlich weniger. Wer auf dem Land wohnt oder eine lange Warteliste vor sich hat, findet oft schlicht keinen Platz.
Und selbst wer einen Platz findet, bekommt dort vor allem, was der Name verspricht: Ausdauer- und Krafttraining, ähnlich wie in anderen Reha-Sportgruppen. Was dabei oft zu kurz kommt, sind Dehnung, Körperwahrnehmung und die Frage, wo im Körper der Atem überhaupt Raum findet. Genau hier setzt Yoga an, nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung, die andere Muskeln anspricht und dich lehrt, deinen Atemraum bewusst zu spüren statt ihn nur zu belasten.
→ Alltagsbeispiel: Eine Teilnehmerin hat mir erzählt, sie sei eine Zeit lang in einer Lungensportgruppe gewesen, habe die Übungen aber ziemlich eintönig gefunden, während eine Freundin im Herzsport ganz gezielte Übungen für ihr Herz bekam. Bei uns im Kurs, sagt sie, spüre sie zum ersten Mal richtig, wo ihr Brustkorb überhaupt beweglich ist.
Wenn die Angst mitatmet
Bei Erkrankungen wie Asthma, einer anfallsartigen Verengung der Atemwege, oder COPD, einer chronisch fortschreitenden Lungenerkrankung, kommt neben der körperlichen noch eine seelische Ebene dazu. Wer einmal erlebt hat, wie es sich anfühlt, keine Luft zu bekommen, entwickelt oft Angst vor genau diesem Gefühl, und die Angst selbst lässt den Atem noch flacher werden. Ein Teufelskreis aus Enge, Panik und noch mehr Enge. Diesen psychischen Anteil sehe ich als meine doppelte Kompetenz, als Yogalehrerin und als Heilpraktikerin für Psychotherapie: Ich helfe dir nicht nur, deinen Brustkorb zu dehnen, sondern auch, der Angst vor dem nächsten Atemzug ihre Macht zu nehmen.
Dass Atemarbeit dabei tatsächlich etwas bewirken kann, zeigt auch eine amerikanische Studie von Kaminsky und Kollegen: Menschen mit COPD, die zwölf Wochen lang regelmäßig Pranayama übten, konnten sich bei Anstrengung deutlich besser belasten als die Vergleichsgruppe, und das, obwohl die Übungen nicht von ausgebildeten Yogalehrenden, sondern von geschulten Laien vermittelt wurden. Das zeigt: Es braucht keine komplizierte Technik, sondern Regelmäßigkeit und Geduld, um mit dem eigenen Atem wieder ins Vertrauen zu kommen.
→ Alltagsbeispiel: Du liegst nachts wach, weil dein Atem sich eng anfühlt, und statt dich hochzuschrecken, erinnerst du dich an eine Übung aus dem Kurs: langes, ruhiges Ausatmen, länger als das Einatmen. Du merkst, wie sich dein Nervensystem beruhigt, noch bevor sich überhaupt etwas an deiner Lungenfunktion geändert hat.
Meine eigene Erfahrung mit der Lunge
Ich spreche hier nicht nur als Yogalehrerin, sondern auch aus eigener Erfahrung. Meine chronische Bronchitis begleitet mich seit anderthalb Jahrzehnten, sie hat mir gezeigt, wie schnell sich Atemnot in Anspannung übersetzt, im Nacken, in den Schultern, im ganzen Körper. Über die Jahre habe ich gelernt, meinen Atemraum zu öffnen, statt ihn aus Angst noch enger zu machen, und genau dieses Wissen fließt in jede Stunde ein, die ich unterrichte. Nicht als Theorie aus dem Buch, sondern als etwas, das ich an mir selbst jeden Winter aufs Neue übe.
Nimm dir den Raum, den dein Atem braucht
Wenn dich das anspricht, wenn du selbst mit deiner Lunge, mit Atemnot oder einfach mit Neugier auf deinen Atem zu tun hast, dann melde dich gerne bei mir. Du kannst zu einem kostenlosen Zoomcall kommen oder direkt zu einer Probestunde vorbeischauen, im persönlichen Gespräch klären wir, was für dich passt.
- Deutsche Atemwegsliga (Zitat zu Anbieterzahlen/Ausbauziel): https://www.atemwegsliga.de/aktuell/25-jahre-lungensport-in-deutschland-lokale-angebote-fuer-chronisch-kranke-muessen-weiter-ausgebaut-werden.html
- Kaminsky-Studie (Pranayama bei COPD, PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28714735/
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Ich habe mir bei den Recherche Unterstützung von einer KI geholt. Der Inhalt ist von mir.
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