Alles neu: Yoga Bücher im Mai

Im Mai ist, wie besungen, alles neu: Diesmal bringen uns neue (und nicht so neue) Yoga- und Ayurveda-Bücher in den beginnenden Frühling! Dazu habe ich noch etwas für guten Schlaf und den Beckenboden im Angebot. Schaut mal rein!

Alles neu: Yoga- und Ayurveda-Bücher im Mai

Im Mai und Juni gibt es hier noch wie gewohnt den Yogannetteblog und auch einmal im Monat die Buchrezensionen. Zukünftig werde ich jedoch auf Podcasts umsatteln. Ihr dürft gespannt sein!

„Beckenboden-Yoga entspannt“ von Sarah Lucke

Das kleine Büchlein enthält eine CD  mit einem einstündigen Übungsprogramm „für Erdung, Kraft und erfüllte Sexualität“. Es ist auch sehr wichtig für die Ausrichtung der Yoga-Haltungen und Energiezentren (Chakras). Besonders das Wurzelchakra ist für die Erdung interessant. Gut eingesprochene Übungen, mehr Details wären allerdings wünschenswert gewesen. Für Anfänger, die ihren Beckenboden erspüren lernen wollen, ist das ein schönes Buch. Für andere mit Beckenbodenproblemen sollte es eher Kräftigungsübungen enthalten. Toll sind Entspannungsübung und Licht-Meditation.

„Yoga für guten Schlaf“ von Mark Stephens

Schlaf gehört wie gute Verdauung, Bewegung und das Führen eines sinnerfüllten Lebens zur Grundlage für Wohlbefinden. Von Mark Stephens gibt es dazu jetzt ein umfangreiches Übungsprogramm, wie immer bei ihm basierend auf neuesten Forschungen. Schlaf unterstützt die Regeneration des Körpers und des Gehirns, schenk uns neue Energie und erhält uns tagsüber leistungsstark. Eigentlich ganz einfach, oder? Mit einer guten Abendroutine ist das sogar erreichbar. Man kann Schlafstörungen vorbeugen und vorhandenen entgegenwirken: Mit Mark Stephens` wissenschaftlich fundierten Übungen fährt man über Meditation, Atemübungen und Haltungen den Körper und den Geist vor dem Zubettgehen herunter. Nach dem Theorieteil über Schlaf folgt der umfangreiche Praxisteil für verschiedene Bedürfnisse.

„Rituale für einen guten Morgen“ von Linnea Dunne

Die Idee: Frühe Vögel sind erfolgreicher als die Nachteulen. Man muss es ausprobieren, um zu erfahren, dass es stimmt. Die schwedische Autorin liefert dazu eine Palette an Angeboten für Morgenroutinen, die sich jeder für sich zusammenstellen und abändern kann. So ist für jeden ein Einstieg möglich. Es ist ein schön gestaltetes Buch, das zum Schmökern und mit tollen Ideen Lust macht, es auszuprobieren:

  • Gesunde Gewohnheiten
  • Aufwachen
  • Reinigen
  • Rituale
  • Bewegung (z. B. Yoga und Fitnessübungen)
  • Atemübungen
  • Achtsamkeitsübungen und Meditation
  • Leckeres Frühstück  (Rezeptteil)
  • Journaling

„Beweglich und schmerzfrei mit Faszien-Yoga“ von Dr. Ronald Steiner

Dazu sollte man natürlich beweglich sein oder werden und schmerzfrei Yoga üben können. Da hilft mal wieder der Yoga-Doc Ronald Steiner. Diesmal ist es ein Faszien-Yoga-Buch: Denn die Ursache für Schmerzen in Nacken, Hüfte oder Rücken kann in verkürzten oder verklebten Faszien liegen. Er zeigt auf wie Yoga, die Idee des Tensegrity-Models und das Wissen über Faszien dazu beitragen, gesund zu üben. neben der Theorie bietet er auf bewährte Weisse viele praktische Übungen je nach Fasziengruppe an. Die korrekte Ausführung kann aber meiner Meinung nach nur mit einem Lehrer gelingen. Dann kann das Bindegewebe wieder geschmeidig werden, man stärkt gleich noch Muskeln und Gelenke und verbessert die Flexibilität und Stabilität.

„Ayurveda-Yoga“ von Alina Hübecker

Auf diese Kombination habe ich mich gefreut: Yoga-Übungen aus dem Blickwinkel des Ayurveda. Tatsächlich bringt dieser Absatz mit Übungen zu den einzelnen Doshas mehr Ausgeglichenheit und dauerhaftes Wohlbefinden. Die traditionelle indische Heilkunst Ayurveda ist die „Schwester-Disziplin“ zum Yoga. Beide streben danach, Körper und Geist in Einklang zu bringen und zu halten. Dr. Alina Hübecker zeigt im Buch, wie man seine Konstitution (Dosha) und die Yogapraxis optimal darauf ausrichtet (Das Dosha kann bestimmen über einen Fragebogen). Yogaflows für jede Jahreszeit begleiten einen dann durchs ganze Jahr. Dazu bietet sie Anregungen zur richtigen Ernährung, für entspannende Rituale und Sequenzen zur Linderung verschiedener Beschwerden an. In ihren Podcast kann man einfach mal reinhören.

„Easy Ayurveda – Das Kochbuch“ von Dana Schwandt

Nach dem „Neuanfang mit Ayurveda“ nun das Kochbuch dazu. Dazu das versprechen: Nur jeweils vier Schritte für einen Neuanfang in der Küche. Auch hierbei geht es Dana Schwandt um den leichten Einstieg in die sehr komplexe Wissenschaft des Ayurveda. Wie man auf leichte Art die ayurvedische Küche in den Alltag integrieren kann, zeigt sie mit vielen praktischen Tipps und Rezepten. Das ist wie in allen Kochbüchern hübsch anzusehen. Neu ist ihr Ansatz, nur jeweils vier Zubereitungsschritte zu benötigen. Ob das wahr ist: Ausprobieren! Mit einem Test kann man herausfinden, als welcher Verdauungstyp man  durch Leben geht. Mit kleinen Symbolen kann man dann „seine“ aus den rund 50 Rezepte fürs Frühstück, Mittag- und Abendessen herausfinden. Das ist sicherlich spannend für Anfänger, doch für Ayurveda-Fortgeschrittene ist nicht viel Neues enthalten, gerade auch wenn man ihr anderes Buch schon gelesen hat.

„Koch dich gesund“ von Volker Mehl

Volker Mehl verbindet Ayurveda mit Klosterheilkunde  und möchte damit therapeutisch wirksame Rezepte für körperliche und seelische Gesundheit anbieten. Auch in diesem Buch kann sich der Leser aus rund 50 Rezepten etwas aussuchen, um Heilmittel und Gerichte zu kochen. Er stellt Favoriten der heimischen Kräuter und ihre Heilwirkung vor und gibt darüber hinaus grundlegende ayurvedische Lebenstipps. Hildegard von Bingen darf dabei natürlich nicht fehlen. Der erste Teil beschäftigt sich mit „Heilung“, Hildegard von Bingen und dem „Lorscher Arzneibuch“ aus der Zeit Karls des Großen. Im zweiten Teil wird es dann praktisch mit der „Heilung aus dem Kochtopf“. Die Texte des Buchs lesen sich gut weg, die Verbindung von Christentum und Ayurveda finde ich einen interessanten Ansatz.

„Ayurveda & Körperlesen“ von Susil Kannangara

Das Buch von Susil Kannangara geht es nicht nur darum den Körper zu pflegen, sonder ihn auch zu schützen. Er sieht die Ursache vieler Erkrankungen in der Körperhaltung. Das ist ein guter und auch yogischer Ansatz! Dazu zählt er unter anderem:

  • einseitige Bewegungen
  • Unfälle
  • Infektionen
  • Medikamente
  • Verletzungen

Mit seiner Methode des Körperlesens möchte Susil Kannangara Fehlhaltungen aufspüren und mit einer aufrechten Haltung Veränderungen bewirken. (Komm zum Yoga!) Weiterhin erläutert er ayurvedische und buddhistische Prinzipien und Lebensregeln. Aus Sri Lanka stammend ist man früher zum Ayurveda-Heiler gegangen, nur ganz selten mal zu einem Arzt. Im Ayurveda gilt die Panchakarma-Kur als das wichtigste Heilmittel, weil es individuell angepasst wird. Anders als eine Pille gegen die Krankheit, kuriert der Ayurveda den Menschen. Ich kann das nur unterstreichen.

„Körperflüstern“ von Tala Mohajeri

Weiter nach innen geht es mit „Der heilsame Dialog mit deinem Körper – Mit praktischen Übungen die Selbstheilungskräfte aktivieren“. Neudeutsch redet man von Compliance mit den Arzt, aber wie wäre es, auf sich selbst zu hören? Denn unser Körper spricht die ganze Zeit zu uns. Tala Mohajeri ist Heilpraktikerin und Heilerin und möchte uns (wieder) unsere Körperweisheit nahebringen: Dadurch verstehen wir besser unsere (Körper-)Bedürfnisse und können die Genesung aktiv mitgestalten. Leicht verständlich, unterhaltsam, lebensnah und alltagstauglich macht es Mut, sich mit sich selbst anzufreunden! Das hilft bei der Selbstermächtigung. Aus dem Inhalt:

  1. praktischen Übungen
  2. Atemtechniken
  3. Affirmationen
  4. Meditation

Annette Bauer

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