Monkey Mind: Den Affen nicht füttern!

Der unruhige Geist wird im Englischen „Monkey Mind“, Affengeist, genannt. Er symbolisiert die herumhüpfenden, kreischenden Schimpansen, die sich auch gern von Ast zu Ast schwingen und einen vom Weg ablenken.

Alle Wege führen zum Yoga Sutra!

Sie kennen das bestimmt, man möchte abschalten, stattdessen kreisen die Gedanken unaufhörlich um eine Sache. Diese „Sache“ ist entweder etwas aus der Vergangenheit oder sie wird in der Zukunft vermutet. Das ist dann oft die Sorge. Wären wir im Hier und Jetzt, wären da keine Gedanken, und wir könnten tatsächlich zur Ruhe kommen. Der Atem spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ist er ruhig, beruhigen sich auch die Gedanken. (Luft anhalten gilt nicht!) Deshalb setzen viele Techniken beim Atem, im Yoga mit Pranayama, an. Es ist ein Schlüsselprinzip, eine Technik, mit der man die Gedanken beruhigen kann. Nachzulesen im Yoga Sutra des Patañjali.

Monkey Mind: Den Affen nicht füttern!

Wie der Monkey Mind springen unsere Gedanken von einer Idee zur nächsten, ohne jemals wirklich in der Gegenwart zu sein. Verrückt! Also wie beruhigt man den Affengeist? Theoretisch ganz leicht: Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, setzen sich entspannt hin, schließen die Augen und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Atem. Die Betonung liegt auf einer tiefen, gleichmäßigen Ausatmung. Sie werden feststellen, das sofort die Gedanken anfangen, Kapriolen zu schlagen. Im Unterricht erhält man dann den Tipp, die Gedanken hinwegziehen zu lassen wie Wolken am Himmel und immer wieder mit der Aufmerksamkeit zurückzukommen auf das Ein- und Ausatmen. Dabei schiebt man die Gedanken nicht weg, sondern ist sich ihrer voll bewusst.

Lassen Sie die Gedanken ziehen!

Werden Sie sich Ihrer Gedanken gewahr, wie sie kommen und gehen. Der Geist hinter den ziehenden Gedanken ist wie der Himmel, unberührt von irgendwelchen Wolken. Das braucht Übung, aber mit der Zeit werden Sie die kleinen Ruhe-Inseln ausweiten können. Mit fünf bis zehn Minuten täglich kann man beginnen. Wer länger sitzen möchte, kann vorher ein paar meditative Yoga-Übungen machen, um die Glieder zu strecken und zu dehnen, damit der Körper ein längeres Sitzen überhaupt zulässt. Denn Schmerzen lenken ebenfalls ab. Man bringt die Gedanken also nicht zum Stillstand, sondern wird sich dieser kreativen Affen-Energie bewusst. Zähmen Sie Ihre Affen!

Annette Bauer

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