Yoga zur Ermutigung

Im Sinne meines letzten Artikels geht es auch diesmal um die Selbstliebe durch Selbsterkenntnis.

Reiseführer in unendliche Weiten

Dabei ist Yoga für mich die Ermutigung und Motivation, die ich brauche. Wenn ich mich selbst besser kennenlerne, kann ich freundlicher mit mir umgehen. Ich verstehe meine Mitmenschen besser, denn sie haben die gleichen Bedürfnisse wie ich: Gesehen und gehört werden, ihre Träume verwirklichen und glücklich sein. So simpel. Deshalb ist es so wichtig, sich und seine Träume zu kennen und den Mut zu haben, sie zu leben. Mit Yoga kann man diese Reise antreten, wie mit einem Reiseführer: Er zeigt den Weg und weist auf die Schönheit und Unwägbarkeit des Geländes hin. Den Mut loszumarschieren, muss man jedoch selbst aufbringen. Wie führt Yoga zur Ermutigung?

Träume nicht dein leben, lebe deine Träume

Das Yoga Sutra hat gute Anregungen dafür: Zum einen Klarheit durch Erkenntnis, Unterscheidungsvermögen, Disziplin und Dranbleiben. Dann aber auch das Loslassen, wenn alles getan ist. Man muss sich der höheren Ordnung bewusst sein, dass man nicht alles alleine und Kraft seiner Wassersuppe hinbekommt. Wir sind alle eingebettet in die Ordnung der Natur, manche nennen es auch Gott. Um sich auf den Weg zu machen braucht es wie immer Neugier, Offenheit und Mut. Ohne eine kindliche Neugier, wird uns nichts wirklich begeistern und öffnen. Sind wir dann offen für Neues, können wir wieder staunen. Es bieten sich andere Lösungen als als früher an. Indem man andere auf ihrem Weg unterstützt, baut man Zuversicht für sich selbst auf. Bei einem kleinen Kind macht man das ja auch, warum nicht auch für sich und seine Mitmenschen?

Yoga zur Ermutigung

Meist kommen wir zum Yoga, weil etwas nicht so läuft, wie man es sich wünscht. Dann muss man etwas ändern. Ermutigen kann man durch Yoga-Übungen und einer anschließenden Yoga Nidra Praxis, einem Mantra im Alltag oder einer täglichen Meditation über ein Objekt wie dem Atem finden. Wer sich damit noch nicht auskennt, kann sich bei einem Achtsamkeitstraining anmelden. Dabei erfährt man spielerisch verschiedene Meditationstechniken und findet eine, die zu einem passt. Das erhöht die Motivation, etwas zu ändern. Allerdings bedarf es der Einsicht, dass etwas schiefläuft, um eine starke Motivation aufzubauen.

Motivation

Es sind die Schranken im Kopf, die es uns schwer machen, unsere Träume und also Veränderungen umzusetzen. Gewohnheiten (Samskaras) müssen erkannt und neue Wege gegangen werden. Immer und immer wieder muss die Perspektive gewechselt werden. Dazu braucht es Geduld und die Überwindung des Egos. Patañjali beschrieb im Yoga Sutra die fünf größten Hindernisse, darunter das falsche Wissen (Avidya), das Haben wollen (Raga) und die Abneigung (Dvesha). Das Vertrauen zu sich selbst erfährt man am besten in einer regelmäßigen Übungspraxis in einer Yoga-Gruppe.

Annette Bauer

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