Manifestieren Schritt 4: Hochmotivierte Handlungen ergreifen

Alles schön, du hast ausgemistet und bei deinen Glaubenssätzen aufgeräumt. Du hast deinen Wunsch klar formuliert und lädst dich jeden Tag positiv auf – und nun? In der vierten Folge meiner Miniserie geht es heute darum, hochmotivierte Handlungen zu ergreifen:

Krieg den Hintern hoch!

Heute geht ans Eingemachte:

  • Wege aus der Ohnmacht
  • Schritt 4 beim Manifestieren
  • Das Universum & du
  • Hochmotivierte Aktionen

Ich gratuliere dir, dass du so weit mit deiner Manifestation gekommen bist. Glaubenssätze und Schatten zu erkunden, auszumisten und den Weg frei zu machen, ist sicherlich keine angenehme Arbeit. Dafür entschädigt dich hoffentlich die Positivität, der Blick auf deine Kraft, dein Selbstbewusstsein und dein Können von Schritt drei.

Und du hast eine Idee bekommen, wie das Universum so tickt: Eigentlich wird schon allein dadurch vieles klarer und man erhält den Mut, größer zu denken. Es sollte dann sogar leichter fallen, die wirklichen Ziele festzulegen und sie klarer zu formulieren. Jetzt im vierten Schritt wird es allerdings nochmal richtig interessant: Komm ins Handeln und krieg deinen Hinter hoch!

Wege aus der Ohnmacht

Es nutzt ja nichts, Laufschuhe zu kaufen, eine tolle Pulsuhr zu besitzen und dann nicht zum Laufen zu gehen. Hätte ich nach meinem ersten Lauf draußen, mit meinem tollen Hustenanfall aufgeben sollen? Klar. Wozu braucht man schon einen Marathon? Das ist eben der springende Punkt: Du wirst den Hintern nicht hochkriegen, wenn es für dich bedeutungslos ist. Und alles hat ja genau nur DIE Bedeutung, die du ihm gibt’s – im guten wie im schlechten Sinne. Wenn du also deinen Wunsch zur Priorität machst und dich positiv auflädst, dann geht das ja nur, wenn es für dich wichtig ist. Es muss für dich eine Bedeutung haben, nicht für mich und nicht für deine Eltern!

Das wurde mir sehr klar, als ich anfing zu studieren. Ich habe mich angemeldet, bin zur Einführungsveranstaltung gegangen und habe mir den gelangweilten Dozenten angehört. Ich habe sogar die ersten zwei Vorlesungen besucht und eine Führung durch die Rostlaube mitgemacht. In der Bibliothek hatte ich dann meine erste (und bisher einzige) Panikattacke im Leben: Ich war völlig überfordert und fühlte mich allein gelassen. Nachdem ich ein paar Minuten schwer atmend vor dem Gebäude stand, konnte ich wieder klarer denken. Ich fragte mich, wie das funktionieren soll mit mir und dem Studium. Ich habe dort tatsächlich eine Entscheidung getroffen und sofort gehandelt.

Was war passiert? Schock & Ohnmachtsgefühl – Reflexion – ins Handeln kommen.

Das erinnert mich wahnsinnig an Arjuna auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra: Kennst du die Geschichte? Wenn nicht lausch mal meiner Podcastfolge 12: „Energie im Yoga“. Es geht darum, dass jeder im Leben sich manchmal ohnmächtig fühlt auf seinem persönlichen Schlachtfeld. Das sind oft Situationen, in denen wir Angst haben eine Entscheidung zu treffen. Und um wieder aus der Ohnmacht zu kommen, ist es wichtig zu handeln.

Schritt vier ist eigentlich überhaupt nicht schwer zu verstehen, aber umso schwerer im Alltag umzusetzen: Du musst hochmotivierte Handlungen ergreifen.

Schritt 4 beim Manifestieren: Komm aus deiner Komfortzone!

Die zwei Wahrheiten, die hier verstanden werden müssen, sind: Glück folgt der Tat und Geld liebt Geschwindigkeit. “Glückliche” Gelegenheiten entstehen für die, die sich trauen und ins Handeln kommen. Wenn du nichts tust, kann auch nichts Gutes folgen, also ist nichts tun direkt ein Misserfolg. Handeln bedeutet mehr als nur eine To-Do-Liste anzulegen oder eine Recherche zu machen. Das ist gut und richtig, reicht aber nicht. Es geht um eine Handlung, die dem Universum beweist, dass du deine Ziele ernst nimmst:

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, reimte schon Erich Kästner.

Die Welle muss dabei so groß sein, um im Universum Wellen zu schlagen. Was kannst du also für hochmotivierte Handlungen ergreifen? Was immer du dir vornimmst, …

  • Fang gemeinsam mit einer Freundin an.
  • Erzähle deinen Freunden davon.
  • Geh in eine Facebookgruppe und mach dort Ziel öffentlich (mit Datum!).
  • Lade Leute ein, dein Ziel am Tag X (Datum) mit dir zu feiern.
  • Bereit die Party vor.
  • Ein Traumhaus soll es sein? Ruf einen Makler an und mach Besichtigungstermine aus (nur anschauen, du musst ja nix kaufen!)
  • Mach eine Probefahrt: Wie fühlt sich dein Traumauto an?
  • Melde dich bei einer Partnervermittlung an (das ist doch heute so einfach!): Wenn es der ganz große Wurf sein soll, dann nimm  etwas mehr Geld in die Hand…
  • Mach einen Sparplan und melde dich bei einem Finanzlernkurs an (z.B: Madame Moneypenny hat mir geholfen). Das gibt gleichzeitig noch mehr Selbstbewusstsein.
  • Melde dich zu einem Schnuppertraining bei einem Kurs in asiatischer Kampfkunst an.
  • Wenn du deine Ängste in den Griff bekommen möchtest, fang eine Therapie an.
  • Hol dir konkrete Hilfe bei einem Coach für andere Fragen.

Das könnte dich natürlich alles zu sehr unter Druck setzen oder aber hoch motivieren. Finde da die Gratwanderung für dich und leg los.

Das Universum & du

Merkst du was? Wenn du hochmotivierte Handlungen ergreifst, wird dir das Universum auf halbem Weg entgegenkommen: Es muss ja einen Grund für deine Party geben, sonst würdest du ja nicht wie wild planen (denkt das Universum so?). Du wirst Synchronizitäten erkennen und weitere Ideen dazu erhalten, wie du das Unmögliche möglich machen kannst. Es ist keine Magie. Du musst lediglich überzeugt sein und Maßnahmen ergreifen, also ins Tun oder Handeln kommen. Das kann beängstigend sein, wird dich aber weiter inspirieren.

Wenn du nicht zu Hundert Prozent an dein Ziel glaubst, warum sollte es jemand anderes oder sogar das Universum tun? Es sollten Handlungen sein, die dir auch ein bisschen Angst machen dürfen und dich gleichermaßen erregen. Wenn dein Traum so groß ist, dass er dir Angstzustände bereitet (das ist übrigens normal), bau dir Zwischenschritte ein, aber beweg dich in jedem Fall in die Richtung deines Ziels. Einen Schritt nach dem anderen – alles ist besser als gar nichts! Erzähl jemandem davon, bitte jemanden um Hilfe. Aber sitz nicht nur rum und hoffe darauf, dass das Universum zufällig in deine Richtung schaut.

Wie das manchmal in Horoskopen steht: „Heute klopft das Glück an deine Tür“ – das wird nicht passieren! Außer du tust etwas im Vorfeld dafür. Auch einfach nur einen Lottoschein zu kaufen ist keine hochmotivierte Handlung, es kostet dich keinen Schweißtropfen und fordert nicht deine Angst vor Neuem oder Großem heraus. Deine Träume müssen einfach größer sein als deine Angst. Wenn du andere siehst, die es schon „geschafft“ haben, dann sei dir bewusst, die haben auch so angefangen, hatten Angst und sind Schritt für Schritt vorgegangen.

Dann kamen die günstigen Gelegenheiten dazu: Davon wird wohl öfter berichtet als von ihren Ängsten. Beharrlichkeit siegt oft über reines Talent. Ich bin überzeugt davon, dass genetische Voraussetzungen eine geringere Rolle spielen als man gemeinhin denkt. Alles,was man mehr als 10.000 Stunden macht, kann mich zu Spitzen-Leistungen bringen. Nach dem Buch „Die Talent-Lüge“ von Daniel Coyle erscheint mir das sehr plausibel.

Erfolg ist unvermeidlich, wenn du Schritt für Schritt vorgehst, hochmotiviert bist und niemals aufgibst.

Glaubenssätze über dein Ziel

Erst Wenn du ins Handeln kommst, entsteht noch mehr Klarheit und Fokus. Vielleicht war vorher dein Ziel nur grob. Du weißt aber, du kannst es jederzeit ändern. Drehen wir den Spieß doch mal um. Dein Ziel ist es vielleicht 30.000 Euro bis zum Ende des Jahres zu erhalten. Wenn du dein Ziel nicht erreichst, was passiert dann? Welches Gefühl oder welchen Glaubenssatz verbindest du mit diesem Ziel: „Wenn ich diese 30.000 Euro nicht verdiene, kann ich meine Rechnungen nicht mehr bezahlen.“ Und setzt damit gleich: „Dann bin ich obdachlos.“ Also fängst du erst mal gar nichts Neues an!

Was passiert also bei 28.000? Du kommst dem sehr nahe. Und der Rest ergibt sich meist. Das Ziel ist also nicht das Problem. Das Ziel muss auch gar nicht leicht zu erreichen sein, denn es muss auch nicht erreicht werden! AHA! Auf dem Weg dorthin erreichst du aber auch schon irre viel. Wenn du im Kopf ständig das Versagen hast, wirst du gar nicht erst anfangen. Du wirst nicht alles geben, auch anderen Menschen nicht das geben, was sie verdienen, und entsprechend nicht voll dafür bezahlt. Du verhinderst selbst deinen Erfolg durch einen Glaubenssatz über dein Ziel.

Verbinde also keine Bedeutung mit dem Ziel. Löse es vom Gefühl – es ist nur eine Zahl oder ein geschriebener Satz auf Papier – und denke auch nicht, dass du dafür hart arbeiten musst!! Ebenso solltest du dich als Person nicht als Misserfolg sehen, wenn du das Ziel nicht erreichst.

Hochmotivierte Maßnahmen ergreifen

Finde aufregende (Gefühle) und Zwischenschritte für dein Ziel. Brich es herunter. Erfinde dich selbst neu und sei einfach neugierig:

  • Wer wirst du sein (müssen), um dein Ziel zu erreichen?
  • Wer wirst du dann sein?
  • Was kannst du über dich lernen auf dem Weg dorthin?

Also, welche Maßnahmen wirst du ergreifen:

  • in den nächsten 5 Minuten?
  • in den nächsten 24 Stunden?

Große Dinge passieren erst, wenn man großen Einsatz zeigt, also hochmotivierte Handlungen vornimmt. Wieso sollte mich der Chef befördern, wenn ich nie etwas mehr gemacht habe als die anderen? Wenn ich mich nicht zeige, kann das Universum mich auch nicht sehen. Und wenn mich dabei andere beobachten, werde ich auch gleich noch zum Vorbild und zeige, was möglich ist.

Das sind also die vier Schritte, mit denen wir uns vorgearbeitet haben. Wir haben die negativen Überzeugungen zu deinem Ziel aufgehoben. Wir sind besser darin geworden, genauere Ziele zu formulieren und sie festzulegen. Wir haben positive Anker gesetzt, und jetzt ergreifst du hochmotivierte Maßnahmen („inspired actions“).

Gehen wir also von den hochmotivierten Maßnahmen zum nächsten Schritt über. In der nächsten Podcast Episode werde ich erklären wie alles zusammen hängt. Ohne diesen letzten Schritt kann alles aus dem Ruder laufen und alles andere könnte umsonst gewesen sein, wenn du ihn nicht befolgst. Du könntest einfach aufgeben, bevor sich dein Ziel manifestiert! Das passiert Frauen leider sehr häufig. Komm also nächste Woche wieder dazu, um diesen wichtigen letzten Schritt zu entdecken.

Außerdem werde ich dir noch ein Geheimnis verraten und wie du weiter mit mir arbeiten kannst.

Schreibe mir gern einen Kommentar oder komm in meinen Facebookgruppe: Annette Yoga Lifestyle Hacks

 

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Annette Bauer

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